Mittwoch, 18. September 2019

Henry Paulson Geldregen zum Jobanfang

Der Unterschied zwischen dem Gehalt eines US-Ministers und dem Chef der Investmentbank Goldman Sachs ist eklatant. Henry Paulson wagt den Wechsel in die Politik trotzdem - wohl nicht zuletzt, weil er sich um sein Vermögen keine Gedanken mehr machen muss. Erst jüngst erhielt er eine stattliche Bonus-Zahlung.

New York – Der neue US-Finanzminister Henry Paulson erhält von seinem ehemaligen Arbeitgeber Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen eine hübsche Bonus-Zahlung. Wie die Investmentbank mitteilte, stehen Paulson 18,7 Millionen Dollar für die vergangenen sechs Monate zu.

Von der Wirtschaft in die Politik: Henry Paulson, einst Goldman Sachs, ist neuer Finanzminister der USA
Der Verwaltungsrat der Investmentbank habe die Zahlung gebilligt, hieß es weiter. Der 60-jährige Paulson war vergangenes Jahr der weltweit bestbezahlteste Investmentbanker.

Der langjährige Goldman-Primus erhielt laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC 38,3 Millionen Dollar an Gehalt, Aktien und Optionen für 2005. Das entspricht einer Steigerung von 28 Prozent zum Vorjahr. Merrill-Lynch-Vormann Stanley O'Neal bekam der Mitteilung zufolge 35,4 Millionen Dollar. Das entspricht einer Steigerung von 9 Prozent zum Vorjahr.

Dagegen mutet das Gehalt, dass Paulson als Minister bezieht, recht bescheiden an. Als Finanzminister der USA erhält man derzeit 175.000 Dollar. Andererseits muss sich der Spitzenbanker um sein finanzielles Auskommen keine Gedanken machen. Für die 3,2 Millionen Goldman-Aktien, die jüngst verkaufte, erhielt er nach Angaben seines ehemaligen Arbeitgebers 486 Millionen Dollar.

Paulson tritt nach dem heutigen Unabhängigkeitstag der USA sein Amt an. Er ist bereits der dritte Finanzminister der US-Regierung George W. Bush. Paulson folgt im Amt dem als erfolglos geltenden John Snow. Der US-Senat hatte kürzlich die Personalie Paulson wie erwartet abgesegnet. Paulson hatte in ersten Stellungnahmen das Haushaltsdefizit der USA als "tragbar" bezeichnet und hatte möglichen Gefahren für das Wirtschaftswachstum dementiert.

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