Gehälter Zwei Welten

Schlichte Zahlen können prima den Neid fördern, wie diese: Chefs großer amerikanischer Aktiengesellschaften haben im Schnitt 262 mal so viel verdient wie der durchschnittliche Arbeiter. Nur während des Börsenbooms 2000 war einer Studie zufolge der Unterschied noch größer.

New York - Die Chefs großer US-Konzerne verdienen an einem Arbeitstag mehr als der durchschnittliche Arbeiter in einem Jahr. Und das an der Spitze eines börsennotierten Unternehmens gezahlte Gehalt war im vergangenen Jahr im Schnitt 262 mal so hoch wie der Lohn eines durchschnittlichen Arbeiters.

Dies sind zwei Ergebnisse einer Studie des Washingtoner Economic Policy Institute, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Ein typischer CEO verdiente einschließlich Sonderzahlungen fast elf Millionen Dollar im Jahr, ein Arbeiter dagegen 42.000 Dollar (etwa 33.100 Euro).

Nur während des Börsenbooms 2000 war der Unterschied noch größer, als ein CEO sogar mehr als 300 mal so viel verdiente wie ein Arbeiter. Das Institut erhebt die Daten seit 1965. Damals waren die Top-Gehälter lediglich 24 mal so hoch wie der Lohn der Arbeiter.

In den vergangenen Jahren haben auch Aktionäre zunehmend die hohen Gehälter an der Spitze der Aktiengesellschaften kritisiert. Einer Studie der Corporate Library zufolge strichen die Chefs von elf der größten Aktiengesellschaften in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 865 Millionen Dollar ein, während der Wert ihrer Firmen an der Börse um 640 Milliarden Dollar schrumpfte.

rtr

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