Montag, 22. April 2019

Management Schritt für Schritt zum Ziel

Wer kein Ziel hat, kommt nicht an. Zu wissen, wo es hingehen soll, erleichtert dagegen die Orientierung. Diese Binsenweisheiten gelten auch im Beruf. Experten empfehlen deshalb, sich Ziele zu setzen; langfristige und solche für jeden Arbeitstag.

Frankfurt am Main - "Viele Organisationsprobleme kommen daher, dass Menschen mit der Ressource Zeit nicht umgehen können", sagt beispielsweise die Unternehmensberaterin Angelika Kindt aus Frankfurt. Zielorientiertes Arbeiten ist die Antwort darauf.

Sprint oder Marathon: Oft ist zähe Arbeit nötig, um ein Ziel zu errreichen
"Alle reden über Ziele, aber die wenigsten setzen sich konkrete", beobachtet die studierte Verwaltungswissenschaftlerin. Dabei sei es nicht nur für die Karriere, sondern auch für die tägliche Arbeit wichtig zu wissen, was man erreichen möchte und was in welcher Reihenfolge angegangen werden sollte: "Sonst wundert man sich jeden Tag, woher die Berge auf dem Schreibtisch kommen."

Wer immer wieder diese Erfahrung macht, ist frustriert und verliert die Motivation. Schließlich ist nach Einschätzung der Expertin die Arbeitsdichte in den vergangenen Jahren spürbar größer geworden: Der Einzelne muss im Beruf mehr schaffen - umso wichtiger ist es, das richtig zu organisieren. "Am besten ist, sich an jedem Morgen einen Überblick zu verschaffen, was erledigt werden muss", empfiehlt Kindt.

Bei einer großen Zahl von Aufgaben erleichtert eine schriftliche "To-do-Liste" den Überblick. Wer die abends dann überprüft, hat ein gutes Gefühl, wenn alles oder fast alles abgearbeitet ist. Falls unerwartet viel liegen geblieben ist, sollte geklärt werden warum: Hat man einzelne Aufgaben unterschätzt oder sich einfach zu viel vorgenommen? "Dann ist es wichtig, noch strenger zu ordnen, was wichtig ist und was nicht." Vernünftig sei, von vorneherein immer nur rund zwei Drittel des Tages vorzuplanen. "Vieles verschiebt sich einfach. Dann muss man seine Liste umschmeißen."

Prioritäten zu setzen, hält auch Christine Öttl für vernünftig. "Den Tag im Kopf zu strukturieren, bringt fast automatisch eine gewisse Ordnung", erläutert die Karriereberaterin aus München. "Wenn man sich Ziele setzt und nicht einfach zur Arbeit geht und wartet, was kommt, kann man viel für sich herausholen." Nicht zuletzt gilt das für das Gefühl, den Arbeitsalltag aktiv zu gestalten und selbst zu bestimmen, was man erreichen möchte.

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