Faber-Castell Zwei Altgediente scheiden aus

Der weltgrößte Bleistifthersteller Faber-Castell verändert seine Führungsmannschaft. Finanzchef Roland Müller sowie Vertriebsprimus Bernhard Teuber verabschieden sich in den Ruhestand. Inhaber Graf Anton Wolfgang von Faber-Castell dagegen will noch weitermachen.

Stein - Der weltweit größte Bleistifthersteller Faber-Castell hat einen Generationenwechsel eingeleitet. Nachfolger von Finanzvorstand Roland Müller, der in den Ruhestand geht, wird zum 1. April Michael Boy (44).

Boy war bisher bei Unilever  sowie bei dem Schweizer Parfumhersteller IFF International Flavors & Fragances tätig, teilte die Faber-Castell AG mit. Ebenfalls wird Vertriebschef Bernhard Teuber ausscheiden.

Bereits zum Jahresende schied Antonio Perondi aus, der zuletzt für Lateinamerika zuständig war. Die Märkte in Lateinamerika haben einen großen Anteil am Geschäft von Faber-Castell.

Inhaber Graf Anton Wolfgang von Faber-Castell will sich entgegen früheren Informationen in absehbarer Zeit noch nicht aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Ende vergangenen Jahres hatte der 64-Jährige noch formuliert, dass er sich innerhalb der "nächsten drei bis fünf Jahre" in den Aufsichtsrat zurückziehen werde.

Davon ist nun keine Rede mehr. Aber voraussichtlich wird das 250 Jahre alte Unternehmen trotzdem für eine Zwischenzeit von einem externen Manager geleitet werden, da Faber-Castells Kinder für eine derartige Tätigkeit noch zu jung sind.

Im Aufsichtsrat der Faber-Castell AG wird der Eigentümer voraussichtlich Jürgen Peddinghaus ersetzen. Der ehemalige Chef der Zigarettenfabrik Reemtsma führt derzeit das Kontrollgremium.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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