Bank Sarasin Credit-Suisse-Manager wird CEO

Der angekündigte Abgang des Vorstandschefs der Sarasin Bank hatte Gerüchte angeheizt, dass die kleinste börsennotierte Privatbank der Schweiz neue Eigentümer erhält. Doch bislang bewahrheiteten sich die Gerüchte nicht. Wahr dagegen ist: Das Institut erhält einen neuen Vorstandsprimus.

Basel - Der Credit-Suisse-Manager Joachim H. Strähle löst Anfang September dieses Jahres Peter E. Merian an der Spitze der Schweizer Privatbank Sarasin  ab. Das teilte das Institut am Dienstag mit und veröffentlichte zudem erste Gewinnschätzungen für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Strähle war bei Credit Suisse  zuletzt Mitglied des Private-Banking-Komitees und zuständig für das Vermögensverwaltungsgeschäft der Regionen Asien-Pazifik, Mittlerer Osten und Russland. Der 48-Jährige soll nun die Weiterentwicklung der Bank Sarasin vorantreiben und beim Ausbau des Geschäfts neue Impulse setzen.

Der Abgang hatte Gerüchte angeheizt, dass die Privatbank neue Eigentümer erhält. Georg Krayer, Verwaltungsratspräsident der Bank, hatte dies allerdings Ende November 2005 in einem Interview mit der "Neuen Züricher Zeitung am Sonntag" dementiert. 54 Prozent der Aktien gehören derzeit freien Aktionären.

Der bisherige Unternehmensleiter Merian soll - wie angekündigt - auf der kommenden Generalversammlung vom 26. April in den Verwaltungsrat gewählt werden. Er wird bis zum Amtsantritt Strähles aber weiter als CEO amtieren. Der Rückzug Merians aus der operativen Geschäftsleitung war erwartet worden. Anfang des Jahres gab er bereits die Führung des Geschäftsbereichs Private & Institutional Clients an Eric G. Sarasin und Marco Weber ab.

Im vergangenen Jahr stieg der Reingewinn den Angaben zufolge voraussichtlich um 39 Prozent auf 115 Millionen CHF (73 Millionen Euro). Dieser Sprung sei umso positiver zu werten, als im Ergebnis 2004 noch 35 Millionen Franken Sondererträge aus Beteiligungskäufen enthalten gewesen seien, hieß es.

manager-magazin.de, vwd, ap

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