Sony BMG Schmidt-Holtz löst Lack ab

Seit Monaten brodelte die Gerüchteküche, Bertelsmann wolle den Vertrag von Sony-BMG-Chef Andrew Lack nicht verlängern. Und tatsächlich: Neuer Mann an der Spitze des zweitgrößten Musikkonzerns weltweit ist ab sofort der bisherige Bertelsmann-Vorstand und Sony-BMG-Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Schmidt-Holtz.

New York - Vor zwei Jahren war Rolf Schmidt-Holtz maßgeblich an dem Zusammenschluss der beiden Musikkonzerne Sony Music und BMG beteiligt. Seitdem sitzt der Bertelsmann-Manager im Aufsichtsrat des Musikgiganten. Doch nun steht ein Wechsel an. Sony-BMG-Chef Andrew Lack ist ab sofort seinen Posten als CEO von Sony BMG los.

Neuer Mann an der Spitze ist Schmidt-Holtz. Damit übernimmt der 57-Jährige die Führung des weltweit zweitgrößten Musikkonzerns. Gleichzeitig scheidet Schmidt-Holtz aus dem Vorstand von Bertelsmann aus, teilte der Medienkonzern in Gütersloh mit. Bisher war der Manager dort als Chief Creative Officer tätig.

Die Führung des Musikgeschäftes, das bei Bertelsmann neben der 50-Prozent-Beteiligung an Sony BMG auch in vollem Umfang das Musikverlagsgeschäft umfasst, werde künftig Finanzvorstand Thomas Rabe betreuen.

Der Führungswechsel bei Sony BMG war seit Monaten erwartet worden. Medien berichteten immer wieder darüber, dass der Gütersloher Konzern den Vertrag von Andrew Lack nicht verlängern wolle, der im März ausläuft. Doch soll Sony-Chef Howard Stringer Lack über Monate den Rücken gestärkt haben.

Unzufriedenheit mit dem Lack'schen Führungsstil und ein hoch dotierter Vertrag mit dem Rockmusiker Bruce Springsteen, der das Unternehmen belastet, werden dem Sony-Manager angelastet. Zudem hat Sony BMG im vergangenen Jahr Marktanteile an Branchenführer Universal Music verloren und Neuerscheinungen kamen nur verzögert auf dem Markt.

Lack verschwindet indes nicht von der Bildfläche. Er wird nun künftig an der Stelle von Schmidt-Holtz den Chefposten im Aufsichtsrat von Sony BMG übernehmen.

manager-magazin.de mit dpa /rtr / ddp

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