Liberty Media Von Larry Ellison zu John Malone

Der rote Zahlen schreibende US-Medienkonzern Liberty Media hat einen Nachfolger für CEO Robert Bennett gefunden, der im August überraschend ausgeschieden war. Neuer Vorstandschef wird Greg Maffei, der bis vor kurzem noch Finanzchef von Oracle war.

New York - Neuer Chief Executive Officer (CEO) des Medienkonzerns Liberty Media  wird Greg Maffei. Maffei war noch bis vor kurzem Finanzvorstand und Co-Präsident des Softwareherstellers Oracle . Diese Ämter bekleidete er gerade mal fünf Monate. Den Posten bei Liberty tritt Maffei am Anfang des zweiten Quartals 2006 an.

Nach Branchenberichten hat Maffei Oracle verlassen, weil er bei einem anderen Unternehmen Chef werden wolle und keine Chance gesehen habe, Nachfolger von Larry Ellison zu werden. Maffei soll nun John Malone nachfolgen. Der Eigentümer des Medienkonzerns hatte für einige Monate den Chefposten übernommen, nachdem ihm überraschend CEO Robert Bennett abhanden kam.

Parallel zur Personalie teilte der US-Medienkonzern mit, dass im abgelaufenen Quartal rote Zahlen geschrieben worden seien. Im dritten Quartal sei ein Fehlbetrag von 94 Millionen Dollar aufgelaufen, hieß es. Vor Jahresfrist hatte der Konzern, zu dem der Einkaufssender QVC gehört, noch einen Gewinn von 372 Millionen Dollar erwirtschaftet.

Der operative Cash Flow sei indes um 13 Prozent auf 306 Millionen Dollar gestiegen und auch der Umsatz habe um 13 Prozent zugelegt. Für den Umsatzzuwachs zeichnete vor allem QVC verantwortlich, dessen Erlöse um 14 Prozent auf 1,48 Milliarden Dollar wuchsen. Das Kabelkanal-Segment Starz Encore Group verharrte bei einem Umsatz von 245 Millionen Dollar.

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