Parmalat Chefsanierer hoch im Kurs

Zwei Jahre führte Enrico Bondi die Aufsicht über die Konkursverwaltung des italienischen Lebensmittelkonzerns Parmalat und leistete Sanierungsarbeit. Nun ist der 71-Jährige für drei Jahre zum Unternehmenschef gewählt worden.

Mailand - Der bisherige Insolvenzverwalter des italienischen Skandalkonzerns Parmalat, Enrico Bondi (71), kann seine Sanierungsarbeit bei dem einstigen Lebensmittelriesen fortsetzen. Die Aktionäre wählten Bondi auf der Hauptversammlung in Mailand zum neuen Unternehmenschef.

Parmalat war zum Jahresende 2003 nach dem bislang größten europäischen Bilanzskandal in die Pleite gerutscht. Das Unternehmen arbeitete seither unter juristischer Aufsicht von Bondi. Er konzentrierte das Geschäft wieder auf Milchprodukte und Obstsäfte in Europa und Kanada, während Parmalat früher einmal in 30 Ländern aktiv war. Die Zahl der Mitarbeiter wurde weltweit von rund 36.000 auf 20.000 gesenkt. Vergangenes Jahr erwirtschaftete der Lebensmittelkonzern 3,8 Milliarden Euro Umsatz.

Die Aktionäre des erst kürzlich an die Börse zurückgekehrten Konzerns reagierten positiv: Die Parmalat-Aktie schloss am Dienstagabend bei 2,47 Euro mit einem Plus von 4,93 Prozent.

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