Neuer Studiengang Privat-Uni Witten setzt auf Diversity

Derzeit steckt die Privat-Universität Witten/Herdecke in einer schweren Krise. Auslöser ist die scharfe Kritik des Wissenschaftsrat an der Qualität des Medizin-Studiums. Mit der Gründung eines weiteren Studiengangs versucht die Uni nun ein Zeichen zu setzen.

Witten - Die schwer angeschlagene Privat-Universität Witten/Herdecke startet ab April 2006 den Studiengang "Diversity Management". Das neue Weiterbildungsangebot richtet sich speziell an Führungskräfte.

Die Teilnehmer dieses europaweit ersten Masterstudienganges seiner Art lernen, so der Anspruch der Uni, ihre Managementstrategien auf die Vielfalt der Mitarbeiter und Kunden auszurichten. Unterschiede etwa in Kultur, Religion, ethnischer Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung sollen dabei als Chance erkannt und zum Vorteil der Organisation eingesetzt werden, heißt es.

Träger des internationalen Masterstudienganges ist neben der Universität die internationale Gesellschaft für Diversity Management (idm). Das Weiterbildungsangebot läuft in Blockseminaren über zwei Jahre.

Als Voraussetzungen werden ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder ein gleichwertig anerkannter Abschluss gefordert sowie der Nachweis einer mindestens einjährigen hauptberuflichen Tätigkeit. Wer alle Blöcke erfolgreich abschließt, erreicht den akademischen Grad des Master of Arts in Diversity Management.

Die einstige Renommier-Universität steckt in derzeit in einer tiefen Krise. Der Wissenschaftsrat hatte im Juli schwere Schwächen in der Qualität des Medizin-Studiums festgestellt. Der Studiengang Humanmedizin müsse entweder komplett neu geordnet oder eingestellt werden, hieß es. Sollte Letzteres Wirklichkeit werden, wäre die Uni wohl am Ende, denn ohne den großen Medizinbereich ist die Universität in ihrer Gesamtheit nicht existenzfähig.

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