Dienstag, 25. Juni 2019

Familie Stotmeister Handwerkers Liebling

4. Teil: Umsatzplus anvisiert, trotz Rezession

Angesichts der kläglichen Lage auf dem heimischen Baumarkt war den Schwarzwäldern aber nicht groß zum Feiern zumute, als dieses Jahr das 50-jährige Jubiläum anstand. Statt Champagner floss deshalb nur Sekt; die Gästeschar war überschaubar. "Ein größeres Fest hätte nicht in die Zeit gepasst", sagt Stotmeister.

Gut gelauntes Trio: Gerd Stotmeister, Fritz Stotmeister und Jochen Stotmeister (v.l.)
Trotz der miserablen Nachfrage in Deutschland soll dieses Jahr die "Schwelle von 700 Millionen Euro Umsatz übertroffen werden". Beim Ergebnis werde man sich, so Stotmeister, im Rahmen des Vorjahres bewegen. Wie das zu schaffen sei? Ganz einfach: Mit Wachstum auf ausländischen Märkten, vor allem dem amerikanischen Markt. Vorsichtig agiert Sto dagegen auf chinesischem Terrain, "die dortigen Unternehmen können gut kopieren."

Den längerfristigen Bestand des Unternehmens sieht der 52-jährige Vorstandschef als gesichert an. Sein jüngerer Bruder Gerd (47) führt seit Jahren das Technikressort im Vorstand. Die Kinder der zwei Brüder sind zwar noch zu jung, um zu studieren, allein von ihrer Zahl her gesehen, müsste sich aber ein Nachfolger finden lassen.

Dann, in ferner Zeit, kann Stotmeister seine Leidenschaft, Motorradtouren durch den Schwarzwald zu unternehmen, mehr genießen. Die feste Verwurzelung im Südwesten Deutschlands - trotz aller ausländischen Verlockungen - kann er nicht leugnen: Es sind vor allem Freunde aus der Schulzeit, mit denen er durch die Landschaft braust.

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