Commerzbank Personalchef geht

Den Unmut der Belegschaft bekam Commerzbank-Personalvorstand Andreas de Maizière zu spüren, als das Betriebsrentenmodell gekündigt wurde. Mit diesem mindestens kommunikativen Patzer endete der Aufstieg bei der Bank. Nun verlässt de Maizière das Institut.

Frankfurt am Main - Commerzbank-Vorstand Andreas de Maizière wird Ende September diesen Jahres aus dem Führungsgremium ausscheiden. Der 55-Jährige scheide aus persönlichen Gründen aus, teilte das Frankfurter Kreditinstitut am Montag mit.

De Maizière ist seit 1976 bei Deutschlands drittgrößter börsennotierter Bank und hat dort mit einer Trainee-Ausbildung seine Karriere begonnen. Seit Juni 1999 ist er Mitglied des Vorstandes.

Für Personal werde künftig im Vorstand Klaus Patig verantwortlich sein, hieß es weiter. Das Ressort Services teilten sich dann der für das Mittelstandsgeschäft zuständige Martin Blessing und Finanzchef Eric Strutz. Im Bereich Services sind die IT, die Zahlungsverkehrsabwicklung und die Filialorganisation angesiedelt.

Ein Sprecher der Commerzbank  sagte, ein Nachfolger solle so schnell wie möglich gefunden werden. Die persönlichen Gründe wollte er nicht näher erläutern.

Mit de Maizières Namen verbindet sich das Debakel um die Betriebsrenten der Bank. Die Führung hatte Anfang 2004 die alte Regelung gekündigt. Diese Entscheidung führte zu heftigen Protesten der Mitarbeiter. Insbesondere Personalvorstand Andreas de Maizière machte bei der Kommunikation keine gute Figur.