Colin Powell Vom Weißen Haus ins Silicon Valley

Der frühere US-Außenminister, Colin Powell, wird zukünftig Wagniskapitalist. Der Ex-Politiker wird als Partner eines führenden Venture-Capital-Unternehmens im Silicon Valley arbeiten.

Washington - Der frühere US-Außenminister, Colin Powell, wird zukünftig Wagniskapitalist. Nach einem Bericht der "Washington Post" wird der Politiker Partner der Venture-Capital-Firma Kleiner Perkins Caufield & Byers.

Powell werde beschränkt haftender Teilhaber, schreibt die "Washington Post". Seine Zuständigkeitsgebiete sollen die Bereiche "Globale Geschäftsentwicklung" und "Führung" sein. Powell werde seiner Arbeit teils in Kalifornien, teils per Telekonferenz aus Washington nachgehen.

Der Vier-Sterne-General, inzwischen 68, schließt sich damit einem Unternehmen an, das früh in die Entwicklung späterer Tech-Stars wie AOL Time Warner , Sun Microsystems , Compaq  und Amazon  investierte. Powell bringt ein gewisses Maß an Branchenkenntnis mit: Vor der Übernahme von Time Warner saß er im Aufsichtsrat von AOL.

Es hieß, er interessiere sich insbesondere für Branchen wie Gesundheitswesen, Internet-Suchmaschinen und Energie. Laut "Washington Post" wolle er sich in seiner neuen Stelle für Unternehmen engagieren, die auch humanitäre Aspekte berücksichtigen und Technologie in Entwicklungsländer exportieren.

Zusätzlich zu seiner Partnerstelle wolle Powell weiter als professioneller Vortragsreisender arbeiten. Pläne für eine Rückkehr in die Politik habe er nicht.

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