Banken Neuer CEO bei Julius Bär

Die Schweizer Privatbank tauscht ihren Vorstandschef aus. Walter Knabenhans übergibt die Geschäfte Ende des Jahres an Alex Widmer. Widmer verbrachte sein gesamtes Berufsleben bei der Credit Suisse. Zuletzt begann sein Stern bei der Großbank zu sinken.

Zürich - Alex Widmer wird ab kommenden Januar als CEO die Geschicke der Schweizer Privatbank Julius Bär  leiten. Der amtierende Präsident der Konzernleitung und CEO Walter Knabenhans (55) werde die operative Leitung Ende des Jahres übergeben, teilte die Bank am Dienstag mit.

Für den gebürtigen Schweizer und 49 Jahre alten Widmer ist dies ein schöner Aufstieg auf der Karriereleiter, zumal er erst im Frühjahr 2004 einen Knick in seiner Karriere hinnehmen musste. Damals wurde er bei der Credit Suisse vom Chef des Private Banking zum "Senior Advisor" zurückversetzt.

Widmer hatte bis dato sein gesamtes Arbeitsleben bei der Credit Suisse  verbracht. Nach der Promotion in der Betriebswirtschaft startete er in der Schweizer Großbank als Trainee, wurde Associate und Chief Marketing Officer. Nach der Station als CEO der Asien-Pacific-Region wurde er zum Chef des Private Banking berufen. Dies beinhaltete einen Platz in der Konzernleitung.

Widmer ist nicht die einzige Personalie, die heute Julius Bär bekannt gab. Spätestens Anfang 2006 werde Thomas Meier die Leitung der Sparte Private Banking übernehmen, hieß es weiter. Er sei zuletzt in diesem Geschäftsfeld bei der Deutschen Bank tätig gewesen. Meier trete die Nachfolge von Michael Bär an, der die Bank im Januar wegen Differenzen über die Strategie verlassen habe.

Darüber hinaus teilte Julius Bär mit, dass sich Teile der Familie Bär nach der vollständigen Publikumsöffnung durch die Einführung der Einheitsaktie neu formiert und einen Aktienpool gebildet hätten. Diejenigen Mitglieder der Familie Bär, die den Aktienbindungsvertrag unterzeichnet hätten, besäßen nun 6 Prozent des Aktienkapitals. Die Familie sei somit weiterhin einer der Großaktionäre der Bank.