WestLB Neuer Vizechef, neue Bank

Norbert Emmerich hat sich in seinem Bereich verdient gemacht. Seit einem Jahr hat der Corporate Banking und Sparkassen-Vorstand die Umstrukturierung vorangetrieben und seinen Job zur vollsten Zufriedenheit von WestLB-Lenker Thomas Fischer erledigt. Emmerich übernimmt ab Mai den schon länger vakanten Posten des Vizechefs.

Düsseldorf - Der Aufsichtsrat der WestLB hat den 54-jährigen Norbert Emmerich mit Wirkung zum 1. Mai zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt. Damit ist er zweiter Mann hinter WestLB-Lenker Thomas Fischer.

Bisher war diese Position nicht besetzt. Das Institut teilte am Donnerstag mit, seit einem Jahr verantworte Emmerich im Vorstand der WestLB den Unternehmensbereich Corporate Banking & Sparkassen.

In diese Zeit fielen die Umsetzung des neuen Geschäftsmodells der WestLB und der damit verbundene enge Verbund mit den 113 nordrhein-westfälischen Sparkassen. Zuvor war Emmerich Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost, Münster.

Gleichzeitig wurden neue Informationen über die Konditionen für den bevorstehenden Verkauf der Berliner Weberbank an die WestLB bekannt. Nach Angaben von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) ist die Transaktion "für Bank und Land positiv". Details zum Kaufpreis könne er aber wegen der Vertraulichkeit nicht machen, sagte der Senator. Er kündigte für diesen Freitag eine Mitteilung der Weberbank an.

Nach Informationen aus Bankenkreisen soll die Weberbank, die sich auf vermögende Privatkunden spezialisiert hat, an die WestLB verkauft werden. Derzeit gehört die Weberbank mit insgesamt 280 Arbeitsplätzen noch zur mehrheitlich landeseigenen Bankgesellschaft Berlin . Die Bankgesellschaft muss sich wegen Auflagen der EU-Kommission jedoch von ihr trennen.