MAN Zur Aufsicht eingeladen

Ob Rudolf Rupprecht nach seiner Zeit als MAN-Chef den traditionellen Weg in den Aufsichtsrat gehen würde, war unklar. Die Einladungen zur Hauptversammlung, bei der erstmals die früheren Großaktionäre Allianz, Münchener Rück und Commerzbank fehlen, geben nun darüber Auskunft.

München - Der frühere MAN-Chef Rudolf Rupprecht zieht nun offenbar doch in den Aufsichtsrat des Lastwagen- und Maschinenbauers ein. Nach dem Ausstieg der Großaktionäre Allianz , Münchener Rück  und Commerzbank  sollen auf der Hauptversammlung am 3. Juni die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat neu gewählt werden, geht aus der am Freitag veröffentlichten Einladung hervor.

Rupprecht ist ein Kandidat. Es war lange unklar, ob er in das Kontrollgremium wechselt. Rupprecht hatte zu Jahresanfang das Zepter bei MAN an den bisherigen Nutzfahrzeugchef Hakan Samuelsson übergeben.

Neben Paul Achleitner (Allianz), Heiner Hasford (Münchener Rück) und Andreas de Maizière (Commerzbank) wird auch der bisherige Aufsichtsratschef Volker Jung ausscheiden. Den Vorsitz will Rupprecht dem Vernehmen nach aber nicht übernehmen. Zudem sind der frühere Auto-Chef bei Fiat , Herbert Demel, Lufthansa-Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley und der Vorstandschef des Düsseldorfer Stahlkonzerns Rheinmetall , Klaus Eberhardt, als neue Aufsichtsratsmitglieder vorgeschlagen.

Die drei ehemaligen Großaktionäre, die ihre Anteile an MAN  in der Beteiligungsgesellschaft Regina gebündelt hatten, hatten ihren Anteil von rund einem Viertel im Januar verkauft. Die Aktien befinden sich nun im Streubesitz.

Zur Hauptversammlung Anfang Juni sind die Aktionäre zudem aufgefordert, den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zu ermächtigen. Dabei handele es sich aber um einen üblichen Vorratsbeschluss, sagte ein Sprecher. Die bestehende Ermächtigung läuft Anfang Dezember 2005 aus.