Gehälter Was Chefsekretärinnen verdienen

Chefsekretärinnen, denen an einem hohen Gehalt gelegen ist, sollten sich bei Banken und Versicherungen bewerben - und lieber nicht in der Holz- und Papierindustrie. Vorteilhaft für die Höhe des Gehalts wirkt sich auch die Wahl der Stadt aus.

Gummersbach - Chefsekretärinnen bei Banken und Versicherungen sind nach einer Studie der Managementberatung Kienbaum die Top-Verdiener in ihrem Beruf. Sie verdienten im Jahresschnitt 55.400 Euro, teilte Kienbaum mit. Ihre Kolleginnen in der Holz- und Papierbranche hätten mit rund 41.100 Euro im Jahr den geringsten Verdienst.

Einfluss auf das Einkommen von Sekretärinnen und Schreibkräften hat demnach aber auch der Arbeitsort: Die Gehälter in den neuen Bundesländern liegen laut Studie nur bei 83 Prozent des Westniveaus. Auch die Gehaltserhöhungen fielen im Osten geringer aus als im Westen.

In München, Frankfurt am Main und Düsseldorf beziehen Sekretärinnen und Bürokräfte laut der Studie ein überdurchschnittliches Gehalt. Mit Gehältern unter dem Durchschnitt müssen sich ihre Kolleginnen in Nürnberg, in kleineren Städten und in Ostdeutschland zufrieden geben. So verdiene eine Schreibkraft in Dresden, Leipzig oder Halle nur 21.400 Euro, während ein entsprechender Job in München mit 34.400 Euro dotiert ist. An dem Gehaltsvergleich beteiligten sich 546 Unternehmen.

Ähnliches zeigt sich beim Gehalt einer Telefonistin am Empfang: Hier liegt München mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 34.500 Euro an der Spitze, während die Unternehmen in Berlin (gesamt) lediglich 26.700 Euro zahlen.

Ebenfalls kann im gesamten Bundesgebiet ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Alter der jeweiligen Positionsinhaberin und der Höhe der Vergütung konstatiert werden. Die im Laufe der Jahre erworbene Berufserfahrung zahlt sich aus, auch wenn die Gehälter in den ersten Berufsjahren - etwa bis Anfang/Mitte 30 - deutlich stärker steigen als in den Folgejahren. Eine Bereichssekretärin/Projektassistentin unter 24 Jahren kommt auf ein Jahresgehalt von 30.900 Euro, während ihre Kolleginnen ab 55 Jahren im Durchschnitt 46.900 Euro verdienen.

Die variable Vergütung beginnt sich auch bei Sekretariats- und Bürokräften zu etablieren. Die Anzahl der Unternehmen, die erfolgs- und leistungsorientierte Vergütungen in Form von Prämien, Boni und sonstigen Jahresabschlussvergütungen zahlen, beträgt derzeit im Westen 30 Prozent, im Osten 20 Prozent.

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