Kreativität "Heureka, ich hab's gefunden"

Wer kreativ sein will, muss sein Gehirn praktisch überlisten, sagt Ernst Pöppel. Für manager-magazin.de beschreibt der Hirnforscher, wie man geistigen Müll beseitigt, Kreativität fördert und die eigene Leistung sichert.
Von Ernst Pöppel

München - Kreativität ist eine Sache des Gehirns, also muss man zunächst einen Blick auf die Informationsverarbeitung im Gehirn werfen. Erst dann können wir verstehen, wie sich im Arbeitsleben Leistung sichern, Kreativität fördern und Zufriedenheit erhöhen lässt.

Zunächst: Alle Funktionen des Gehirns sind durch evolutionäre Selektionsprozesse entstanden, was bedeutet, dass Funktionen durch neuronale Programme im Gehirn bereitgestellt werden.

Unsere Wahrnehmungen, Erinnerungen, Gefühle oder Bewegungen, unser Denken, Handeln, Wollen oder Entscheiden, alles, was mit unserem Bewusstsein und unserem Selbstgefühl zu tun hat, jegliche Form der Kreativität wird durch spezifische neuronale Prozesse im Gehirn ermöglicht.

Wie viele Zellen benötigt das Gehirn für seine verschiedenen Aufgaben? Es gibt mindestens 100 Milliarden Nervenzellen, vielleicht sind es sogar eine Billion. Und wie wird Information in diesem neuronalen Netz verarbeitet?

Jede Nervenzelle hat Kontakt mit mindestens 10.000 anderen. Dies bedeutet, dass 10.000 Nervenzellen von einer Nervenzelle beeinflusst werden können (Prinzip der Divergenz), und dass jede Nervenzelle von 10.000 Nervenzellen beeinflusst werden kann (Prinzip der Konvergenz). Diese Kontaktaufnahme kann erregend (Prinzip der Exzitation) oder hemmend (Prinzip der Inhibition) sein.

Mit den strukturellen Prinzipien von Divergenz und Konvergenz und den funktionellen Prinzipien von Exzitation und Inhibition sind jene Mechanismen der Innformationsverarbeitung angesprochen, die für alle Gehirne, also nicht nur das menschliche, gelten.

Aber, obwohl es sehr viele Nervenzellen im Gehirn gibt, sind seine Mechanismen der Verarbeitung auch durch funktionelle Nähe gekennzeichnet. Jede Nervenzelle ist nicht weiter als vier Stationen von jeder anderen Nervenzelle entfernt. Diese funktionelle Nähe bedeutet, dass alles mit allem engstens verbunden ist.

Allein aus der Architektur des Gehirns leitet sich die Feststellung ab, dass ein Wahrnehmen ohne ein gleichzeitiges Erinnern und gefühlsmäßiges Bewerten oder ein Erinnern ohne ein gefühlsmäßiges Bewerten oder ein kreatives Denken ohne einen Erinnerungsbezug oder ohne eine emotionale Bewertung nicht möglich ist. Die Architektur des Gehirns mit seinen Vernetzungen erzwingt geradezu funktionelle Bezüge innerhalb des gesamten psychischen Repertoires.

Das Gedankenfenster

Ein weiterer Befund verdient Aufmerksamkeit: Bei Geburt sind wir mit einem Überangebot möglicher Verbindungen von Nervenzellen ausgestattet. Diese genetisch vorgegebenen Verbindungen werden aber erst lebenswirksam, wenn in den ersten Lebensjahren diese Verbindungen auch tatsächlich genutzt, also bestätigt werden.

Erst durch den Gebrauch werden die genetischen Potenziale langfristig verhaltenswirksam und lebensbestimmend. Durch die funktionelle Bestätigung werden die detaillierte Struktur des Gehirns und seine Informationsverarbeitung überhaupt erst festgelegt. Was entscheidend ist: Je breiter die Matrix des Frühgeprägten, umso reicher die Möglichkeiten neuer Verknüpfungen, was sich in späteren Kreativitäten äußern kann.

Was mir jeweils bewusst ist, also das Wahrgenommene oder das Gedachte, die Entscheidung oder das Urteil, ist jeweils eine Bestätigung oder Zurückweisung einer Hypothese (eines "Vor-Urteils"), das in einem gegebenen Augenblick besteht. Ein solcher Rahmen ist Ausdruck einer Automatik von Hirnprozessen, der sich keiner entziehen kann.

In diesem Mechanismus drückt sich das Ökonomieprinzip des Gehirns aus, denn normalerweise ist es nicht notwendig, in jedem Augenblick die Welt neu zu entdecken; das Gehirn geht von der Kontinuität und Homogenität allen Geschehens aus, und daran hat sich das Gehirn in der Evolution angepasst.

Dieses Ökonomieprinzip bewirkt aber, dass das Gehirn in seiner Informationsverarbeitung überfordert sein kann, wenn Unerwartetes auftritt oder ein Urteil in einem nicht etablierten Bezugssystem zu fällen ist. Das mächtige Ökonomiegesetz des Wahrnehmens und Denkens ist der stärkste Feind der Kreativität; um kreativ zu sein, muss man aus einem gewohnten Rahmen heraustreten.

Der Kontakt mit der Welt um uns und mit der Welt in uns ist zeitlich gegliedert. Das Gehirn kann nur bis etwa drei Sekunden einen Sachverhalt ungefragt festhalten; danach ist ein Wechsel einprogrammiert, als frage das Gehirn von innen heraus: "Was gibt es Neues?", wobei es dann zu einer Bestätigung oder zu einem Wechsel des Bewusstseinsinhalts kommt.

Diese zeitliche Segmentierung beobachtet man bei einfachen Bewegungen, (wenn jemand die Hand reicht); beim Arbeitsspeicher des Gedächtnisses (länger als drei Sekunden kann man nichts festhalten, wenn man unterbrochen wird), bei musikalischen Motiven oder auch in der Sprache. In allen Sprachen der Welt werden jeweils sprachliche Einheiten in der Kommunikation verwendet, die in ein Zeitfenster von drei Sekunden eingebettet sind.

Die "Monokausalitis"

Sprachliche Kommunikation findet also in der Weise statt, dass der Sprecher automatisch seine Sprache rhythmisch organisiert, und dass der Hörer dadurch mit dem Sprecher synchronisiert wird. Dieses Zeitfenster ist der zeitliche Rahmen für gemeinsame Kreativität; wenn man sich mit jemandem nicht synchronisieren kann, dann kann man auch nicht gemeinsam etwas Neues gestalten.

Wenn es um Kreativität geht, ist es auch sinnvoll, sich darüber klar zu werden, welchen Irrtümern wir ausgeliefert sind, denn das, was Ausdruck von Kreativität ist, muss nicht immer richtig sein, (und wenn es richtig ist, dann bedeutet dies noch lange nicht, dass sich daraus Innovationen ergeben).

Wir machen Fehler, weil sich dies aus unserer Natur selbst ergibt. Der wichtigste Fehler, den man im Rahmen der Erörterung von Kreativität machen kann, ist, Dinge zu einfach zu sehen. Wir haben die Tendenz, immer nach nur einer bestimmenden Ursache für einen Sachverhalt zu suchen. Man kann sagen, dass wir alle an der Krankheit der "Monokausalitis" leiden.

Man muss Probleme zwar vereinfachen, aber sie dürfen nicht zu einfach gemacht werden. Fast alles, was uns im Privaten und Beruflichen als Problem entgegentritt, ist durch mehrere Faktoren bestimmt. Nur weil unser Gehirn es gerne sehr einfach hätte, darf die Interdependenz von Wirkungen nicht übersehen werden. Die Suche nach nur einem Faktor, der alles bestimmen soll, engt von vornherein das kreative Denken ein.

Eine zweite Fehlerquelle ergibt sich aus unserer individuellen Natur. Jeder Einzelne ist auf seine besondere Weise geprägt, und diese Prägung bestimmt auch unser persönliches Weltbild. Was wir persönlich als wertvoll oder weniger wertvoll ansehen, entscheidet sich während der Prägung. Die individuellen Maßstäbe werden geeicht, und unsere Vorurteile festgelegt.

Diese individuelle Festlegung kann uns aber darin hindern, aufgeschlossen zu sein. Ein zu fester Rahmen ist ein Feind der Kreativität. Da verschiedene Menschen verschiedene Bezugssysteme des Bewertens haben, kann man eine gemeinsame Kreativität nur erreichen, wenn man weiß, dass man seine eigenen Vorurteile hat, und wenn man offen ist für jene der anderen. Deshalb macht es durchaus Sinn, vom kreativen Zuhören zu sprechen.

Der "Symmetriebruch"

Eine dritte Weise, Fehler zu begehen, ergibt sich aus der Kommunikation des Menschen, insbesondere durch die Sprache. Es gehört zu unserer Natur, mit anderen zu kommunizieren; soziale Kompetenz ist genetisch mitgegeben. Kommunikative Fehler entstehen dadurch, dass das, was uns durch den Kopf geht, nicht angemessen verbal oder nonverbal umgesetzt werden kann.

Ein kreativer Einfall mag allein deshalb nicht von anderen aufgenommen werden, weil er nicht gesagt werden kann, weil man also nicht jene Form der Kommunikation findet, die von anderen verstanden wird. Dies ist ein Grund dafür, dass im kreativen Gespräch oft gezeichnet wird, um dem Gedanken visuell Ausdruck zu verleihen.

Eine weitere Fehlerquelle, die unser Urteil einschränken und unser Denken behindern kann, ergibt sich aus den Meinungen und Theorien, die wir über Sachverhalte haben. Eine Theorie kann beispielsweise das strategische Konzept eines Konzerns sein oder die politische Richtung einer Partei oder das Erklärungsmuster, das wir in der Wissenschaft an unsere Beobachtungen legen.

Damit sind Meinungen vorgegeben, die den Rahmen des Richtigen - oder zurzeit Gültigen - bestimmen. Kreativität in der Wissenschaft, aber auch in allen anderen Bereichen (insbesondere auch in Unternehmen), ist nur erreichbar, wenn wir aus dem vorgefassten Rahmen heraustreten. Das Neue widerspricht dem bisherigen Rahmen; das wirklich Neue ist ein "Symmetriebruch", der den anderen vor den Kopf stoßen kann.

Hier wird nun ein persönlicher Faktor wirksam, der ebenfalls mit unserer Natur zu tun hat. Wir sind alle auch Autoritäts-gläubig; es gehört zur Stabilität sozialer Systeme, dass es eine vertikale Struktur gibt, in der Autorität (Leadership) implementiert ist. Autorität ist keine soziale Erfindung des Menschen, sondern Akzeptanz von Autorität. Die Ausübung von Autorität ist ein natürlicher Teil von uns.

Wenn man zu einem sozialen System gehört, in dem Autorität gegeben und Leadership gelebt wird, dann fühlt sich (fast) jeder gut aufgehoben. Doch diese Zugehörigkeit hat ihren Preis; wenn jemand eine kreative Idee hat, gehört Mut dazu, das Kreative auch zu äußern. Ein System muss deshalb Mechanismen entwickeln, die einerseits Kontinuität gewährleisten (nicht dauernd kann etwas Kreatives umgesetzt werden), wo sich aber gleichzeitig Kreativität entfalten kann.

Mit diesen Überlegungen sind wir in den Raum möglicher Kreativität eingetreten, und dies ist für viele die tägliche Umgebung, nämlich das Büro. Was gilt es hier zu berücksichtigen? Wie können wir unsere Kreativität - und die hat jeder von uns - entfalten und subjektiv unsere Lebenszufriedenheit erhöhen?

Das individuelle Büro

Menschen sind von Natur aus ortsverankerte Wesen. Wir brauchen für die Entfaltung unserer Möglichkeiten Sicherheit, und diese Sicherheit wird uns dann gegeben, wenn wir uns in einem Raum heimisch fühlen. Da wir einen großen Teil unserer Zeit in einem Büro zubringen, muss dieser Ort als ein persönlicher Raum empfunden werden, mit dem ich mich identifiziere.

Bezieht jemand einen neuen Arbeitsraum, sind es häufig sehr persönliche Dinge, die zuerst ausgebreitet werden. Ein Revier wird in Besitz genommen, und der Raum wird ein neuer Bezugspunkt, aus dem heraus man lebt und handelt.

Wenn wir uns einen Raum zu Eigen machen, nehmen wir eine egozentrische Perspektive ein (das hat nichts mit Egoismus zu tun!), aus der heraus wir die Welt betrachten. Bei der exozentrischen Perspektive (der Sicht von außen) wird uns ein Ort wie auf einer Landkarte zugeteilt, mit dem wir uns aber nicht unbedingt identifizieren können.

Aus diesen Überlegungen folgt, dass der Verzicht auf den persönlichen Raum, das individuelle Büro, keine angemessene Lösung ist, hat man die Förderung der Kreativität im Auge.

Eine Strukturierung der Arbeit, in der man jeden Tag einen neuen Arbeitsplatz zugeordnet bekommen kann, geht überdies von einem Menschenbild aus, in dem wir als beliebig instrumentalisierbar konzipiert werden. In solchen entpersönlichten Bürolandschaften können vielleicht Aufgaben abgearbeitet werden, aber sie sind kein Ort für neue Kreativitäten.

Der Verzicht auf den individuellen Ort bringt mich zu einer weiteren Prozesseigenschaft des Gehirns, die uns alle kennzeichnet, und die als "Reafferenzprinzip" bezeichnet wird. Wenn immer wir etwas planen, wenn immer wir eine Aufgabe zu lösen haben, dann finden in unserem Gehirn zwei parallel laufende Vorgänge statt.

Zum einen wird ein Programm der Ausführung in Gang gesetzt, die Aufgabe wird in Angriff genommen; zum anderen wird eine Kopie des exekutiven Programms gemacht, und diese Kopie wird laufend mit dem Status verglichen, in dem sich die Aufgabe gerade befindet. Diese neuronalen Prozesse dienen dem Selbst-Monitoring. Wir sind immer darüber informiert, wie weit wir sind. Diese Information ist aber eher ein implizites Wissen als eine explizite Registrierung; das Gehirn arbeitet meist nicht mit explizit dokumentierten "Meilensteinen".

Das Reafferenzprinzip

Das Reafferenzprinzip hat noch eine weitere Bedeutung. Wir sind von Natur aus in der Weise konstruiert, dass wir Dinge zum Abschluss bringen müssen: das "Prinzip der Vollendung". Solange eine Aufgabe noch nicht erledigt ist, bleibt eine Restspannung in uns erhalten. Erst wenn die Aufgabe vollendet ist, tritt Ruhe und manchmal Zufriedenheit ein.

Gegen dieses universelle neuronale Prinzip wird leider häufig verstoßen. Viele Zusammenschlüsse (Merger) von Unternehmen scheitern deswegen, weil die Mitarbeiter eine Aufgabe in ihrem alten Rahmen nicht beenden und damit vollenden konnten. Kreativität erfüllt sich erst dann, wenn der Einfall zutage getreten ist; eine zu frühe Unterbrechung kann dann kontraproduktiv und frustrierend sein.

Um einen besseren Einblick in mögliche Kreativität zu erhalten, kann man sich auch an Prinzipien der Evolution orientieren, denn die Evolution ist bei weitem der kreativste Prozess gewesen, der sich auf der Erde entfaltet hat. Was können wir aus der Evolution lernen, um von einer "evolutionären Kreativität", zum Beispiel in einem Büro, sprechen zu können?

Die wichtigsten Prinzipien der Evolution sind Mutation, Variabilität der Merkmale und Selektion. Der zweite Punkt ist besonders wichtig, nämlich die Variabilität, die so genannte Biodiversity. Wenn vieles Verschiedene zusammenkommt, dann kann leichter etwas Neues in einem Selektionsprozess entstehen. Durch Zufall (Mutation) können neue Konfigurationen entstehen, und müssen dann nur aufgegriffen werden. Ein Raum muss also die Möglichkeit für Variabilität (Diversity) geben, das heißt man muss Dinge auch herumliegen lassen können.

Ein Weiteres: Ich glaube, dass der Kreativitätsstau in unserer Gesellschaft geradezu explodieren könnte, wenn die Büros in allen Institutionen täglich eine Stunde aus dem Kommunikationszwang aussteigen würden. Dies müsste natürlich überall dieselbe Stunde sein. Mein Vorschlag: Jeder kann sich jeden Tag zwischen 10 Uhr und 11 Uhr konzentrieren, ohne in dieser Zeit von jemandem gestört zu werden. Das Land ist still und denkt, und Dinge können zum Abschluss gebracht werden.

Entscheidend ist, dass man sicher sein muss, nicht gestört zu werden, was nur bei einer allgemeinen Ritualisierung möglich ist. Da eine solche Maßnahme für ein ganzes Land nicht durchzusetzen ist (warum eigentlich nicht?), sollte es wenigstens in Firmen versucht werden, alle für eine gewisse Zeit in Ruhe zu lassen, um der Kreativität eine Nische zu geben.

Der Blick in die Ferne

Was sind äußerliche Merkmale eines Raumes, die der Kreativität förderlich sind? Ich nenne hier einiges, das mir an Büroräumen vor allem von kreativen Menschen aufgefallen ist. Es mag verwunderlich scheinen, doch fällt mir als Erstes der Ausblick ein. Ich muss aus dem Raum herausschauen können; mit dem Herausschauen wird eine Verbindung mit der Außenwelt hergestellt und aufrechterhalten.

Der Blick durch das Fenster ist also nicht (nur) dazu da, den Geist in die Ferne schweifen zu lassen, sondern den Geist im eigenen Raume zu verankern, und um sicherzustellen, wo man in der Welt ist. Dem Blick durch das Fenster entspricht der Blick auf Bilder.

Ich kenne eigentlich keine Büroräume, in denen nicht Bilder an der Wand hängen, und diese Bilder haben nichts mit dem unmittelbaren Aufgabengebiet zu tun.

Wird das Büro individuell ausgestattet, sind es fast immer Bilder, die einen persönlichen Bezug haben, und damit den Raum in eine persönliche Umwelt formen. Der Blick durch das Fenster und die Bilder an der Wand erhöhen die Diversität, und sie sind damit im Sinne einer evolutionären Kreativität wichtige Elemente für neue Bezüge und manchmal ungewöhnliche Einfälle.

Wo sollten Büros eigentlich liegen? Als ich am Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeitete, hörte ich von einem bedeutenden Kollegen: Kreativität findet in einem Radius von 50 Metern statt; und ich möchte hinzufügen: Kreativität entfaltet sich besonders gut, wenn man es nur mit zwei Dimensionen zu tun hat.

Wenn man in ein anderes Stockwerk gehen muss, um mit jemandem einen Fall zu erörtern, findet schon ein Einbruch der Kreativität statt. Man denkt und handelt in der Ebene, und hierbei spielt der Türrahmen eine wichtige Rolle. Wie viele gute Gespräche finden im Türrahmen statt; man hat etwas gesagt, und im Hinausgehen fällt einem noch etwas ein.

Der Türrahmen ist in gewisser Weise auch ein Symbol: Wenn man kreativ gewesen ist, dann muss es mitgeteilt werden, dann muss man durch die Tür gehen, und es anderen sagen. Wirkliche Kreativität kann nicht eingeschlossen bleiben; sie will mitgeteilt werden. Aus dem Drei-Sekunden-Fenster der subjektiven Gegenwart heraus möchte man anderen zurufen: "Heureka" - Ich hab's gefunden.

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