Volkswagen Wolf in Wolfsburg

Fast wäre er Mercedes-Chef geworden, doch dann machte ihm der Betriebsrat von DaimlerChrysler einen Strich durch die Rechnung. Wolfgang Bernhard wechselte daraufhin zum Volkswagen-Konzern - heute ist dort sein erster Arbeitstag.

Hannover - Der als Sanierer bekannte Automanager Wolfgang Bernhard hat am Dienstag seinen neuen Job in der Führungsspitze von Volkswagen  angetreten. Bernhard ist zunächst Vorstand ohne Geschäftsbereich. Spätestens zum 1. Januar 2006 soll er die Führung der Marke Volkswagen übernehmen, die zuletzt rote Zahlen schrieb.

Bernhard arbeitet lange für DaimlerChrysler und war dort als Sanierer auch für den Mercedes-Benz-Veredlungsbereich AMG und die Produktion der S-Klasse zuständig. Mit Chrysler-Chef Dieter Zetsche leitete er die Sanierung des maroden US-Autobauers, schloss mehrere Fabriken und baute Zehntausende Stellen ab.

Bei DaimlerChrysler war er ursprünglich als neuer Mercedes-Chef vorgesehen. Er verlor jedoch das Vertrauen des Betriebsrats und des damaligen Mercedes-Chefs Jürgen Hubbert. Zwei Tage vor dem eigentlichen Amtsantritt ließ ihn Daimler-Vorstandschef Jürgen Schrempp fallen. Statt Bernhard übernahm der bisherige Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes zum 1. Oktober die Topposition bei Mercedes.

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