Volkswagen Strategievorstand verliert seinen Posten

Der Aufsichtsrat des Automobilbauers hat wie erwartet Wolfgang Bernhard zum Vorstand berufen. Strategievorstand Jens Neumann hingegen muss das Führungsgremium verlassen. Wackelkandidat Folker Weißgerber, zuständig für Produktion, bleibt im Amt.

Wolfsburg - Der Aufsichtsrat des Automobilkonzern Volkswagen  hat wie erwartet den früheren DaimlerChrysler-Manager Wolfgang Bernhard zum Vorstand berufen. Der 44-jährige Sanierungsexperte soll im Februar zunächst als Vorstandsmitglied ohne Geschäftsbereich bei Volkswagen eintreten und spätestens Anfang 2006 die Leitung der Markengruppe Volkswagen übernehmen.

Von ihm erwartet sich Vorstandschef Bernd Pischetsrieder wichtige Impulse zur Restrukturierung der defizitären Kernmarke. Der im Vorstand bislang für die Bereiche Konzernstrategie, Recht, Treasury und Organisation zuständige Jens Neumann verlässt die Konzernspitze zum Jahresende. Sein Ressort fällt weg. Neben Neumann galt auch Vorstandsmitglied Folker Weißgerber als Wackelkandidat. Er bleibt entgegen anderslauternder Meldungen aus den letzten Tagen aber weiterhin Produktionsvorstand.

Der Aufsichtsrat hat überdies entschieden, die mittelfristige Investitionsplanung deutlich zurück zu fahren. Das Gremium beschloss, die Ausgaben für den Autobereich in den Jahren 2005 und 2006 um sechs Prozent gegenüber der bisherigen Planung auf 11,8 Milliarden Euro zu reduzieren. Für die beiden Gemeinschaftsunternehmen in China wurden die Investitionen für diesen Zeitraum um 22 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesenkt. Auch von der bisher auf fünf Jahre angelegten Investitionsplanung rückte Volkswagen ab.

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