Borussia Dortmund Pleite mit Ankündigung

Die Hauptversammlung bei Borussia Dortmund verspricht spannend zu werden. Eigentlich sollen zwei neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden. Doch die Wahl dürfte nach Meinung von Experten an einem Formfehler scheitern.

Dortmund - Die geplante Wahl von zwei neuen Aufsichtsratsmitgliedern beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund  dürfte nach Meinung von Experten an einem Formfehler scheitern. Das berichtet das "Handelsblatt" (Freitag-Ausgabe).

Deutschlands einziger börsennotierter Fußballverein hat in der Einladung zu seiner Aktionärs-Hauptversammlung am kommenden Dienstag keinen entsprechenden Tagesordnungspunkt benannt. Somit scheint eine rechtlich gültige Wahl nicht möglich, sagte Professor Ulrich Noack, Gesellschaftsrechtsexperte an der Universität Düsseldorf.

Auf Betreiben des BVB-Großaktionärs Florian Homm sollen die beiden erfahrenen Manager Othmar von Diemar, Ex-Vorstandschef des Verpackungsherstellers Schmalbach-Lubeca, und Ruedi Baer, Chef der Schweizer Mobilfunk-Ladenkette Mobilezone, in den Aufsichtsrat gewählt werden. Beide erklärten dem "Handelsblatt", sie wollten sich Dienstag einer Wahl stellen.

BVB-Sprecher Manuel Neukirchner dementierte unterdessen den Bericht. "Dies ist blanker Unsinn." Von Diemar hatte im "Handelsblatt" weiter erklärt, er sei noch nicht im Thema und habe auch keinen besonderen Bezug zum Fußball oder zur Borussia: "Für mich ist die wirtschaftliche Seite interessant. Das Fan-Potenzial des BVB ist unglaublich hoch, daraus muss man etwas machen." Baer sammelte Erfahrungen im Fußballgeschäft von 1985 bis 1995 als Präsident des Schweizer Erstligisten Young Boys Bern.

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