Volkswagen Verlieren zwei Vorstände ihre Posten?

Als Wackelkandidaten im Konzernvorstand galten Folker Weißgerber (Produktion) und Jens Neumann (Strategie) schon länger. Laut einem Zeitungsbericht könnten beide in Kürze ihre Ämter verlieren.

Wolfsburg - Der Vorstand des Automobilkonzerns Volkswagen wird einem Pressebericht zufolge verkleinert. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ, Donnerstagausgabe) ohne Quellen berichtet, sind die Tage von Folker Weißgerber und Jens Neumann als Vorstandsmitglieder bei Europas größtem Autohersteller gezählt. Ein Volkswagen-Sprecher wollte die Spekulationen am Donnerstag auf Anfrage von manager-magazin.de nicht kommentieren.

Möglicherweise werde der VW-Aufsichtsrat schon an diesem Freitag die Weichen in eine Richtung stellen, die den baldigen Wechsel der beiden Manager in den Ruhestand bedeutet, heißt es in der Zeitung weiter. Denkbar sei aber auch, dass das Kontrollgremium diese (oder eine der beiden) Personalien erst auf der nächsten Sitzung Anfang 2005 konkret behandelt. Nach Lage der Dinge solle weder Neumann noch Weißgerber ersetzt werden, heißt es. Damit würde VW das Signal senden, dass auch an der Konzernspitze gespart wird.

Kürzlich hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber im Tarifstreit geeinigt. Ergebnis: Die Jobs sind in den westdeutschen Werken bis 2011 sicher. Dafür müssen die Beschäftigten allerdings zahlreiche und tiefe Einschnitte hinnehmen, nämlich eine Nullrunde von zwei Jahren und vier Monaten bei einer einmaligen Sonderzahlung von 1000 Euro.

Weißgerber (63) hat seine gesamte Arbeitsleben in der Produktion von Volkswagen verbracht. So leitete er unter anderem das VW-Werk am Stammsitz in Wolfsburg, und rückte Anfang 2001 in den Konzernvorstand auf, in dem er seither für die Produktion zuständig ist. Neumann (59) ist seit 1993 im Vorstand für Konzernstrategie, Recht, Treasury und Organisation zuständig. Außerdem kümmert er sich um das Amerika-Geschäft.

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