Börsengeschäfte Hausdurchsuchungen bei Bayern-Stars

Drei prominente Fußballspieler stehen im Verdacht, sich unrechtmäßig an der Börse bereichert zu haben. Staatsanwälte haben die Villen des Spieler-Trios und eines Spielerberaters durchsuchen lassen. Der Vorwurf: Verdacht auf Insidergeschäfte.

Hamburg - Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Fußball-Stars des FC Bayern München wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Betroffen seien neben Thomas Linke, Jens Jeremies und Hasan Salihamidzic auch der frühere HSV-Profi Jörg Albertz und Spielerberater Jürgen Milewski, bestätigte der Hamburger Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Die Wohnungen der drei Bayern-Spieler und Milewskis seien am Dienstag durchsucht worden.

"Es stimmt, dass es ein Ermittlungsverfahren gibt. Wir werden die Ermittlungen nicht behindern, sondern unterstützen", erklärte Linke (33) gegenüber der "Bild"-Zeitung, "wir haben uns nichts vorzuwerfen."

Initiator der Durchsuchungen war das Bundesaufsichtsamt für Finanzwesen, das verdächtige Transaktionen mit Wertpapieren eines Hamburger Unternehmens entdeckt hatte. So sollen die fünf Beschuldigten damals zwischen 3000 und 25.000 Aktien des Internet-Unternehmens SinnerSchrader  zu einem Kurs zwischen 2,20 und 2,35 Euro erworben haben. Noch am selben Tag allerdings kündigte das Unternehmen in einer Ad-Hoc-Mitteilung an, der Hauptversammlung eine Sonderausschüttung in Höhe von 1,90 Euro vorzuschlagen.

"Wir ermitteln in diesem Fall, von wem der Tipp kam", sagte Bagger. Das Wertpapierhandelsgesetz stelle auch Nutznießer von Insidergeschäften unter Strafe. Basierend auf diesem Anfangsverdacht seien die Ermittlungen gegen die Beschuldigten aufgenommen worden. Die Bayern-Spieler hätten die Aktien direkt und nicht über Dritte erworben, sagte Bagger. Nähere Einzelheiten wollte er nicht nennen.

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