Deutsche Bank Neue Flanken für Fitschen

Deutschland-Chef Jürgen Fitschen hat sein Team verstärkt. Mit der Entscheidung, zwei Frankfurter Investmentbanker zu seinen Stellvertretern zu machen, folgt er Ackermanns Beschluss, zukünftig das Privatkundengeschäft stärker mit dem Investmentbanking zu verzahnen.

Frankfurt - Der neue Deutschland-Chef der Deutschen Bank , Jürgen Fitschen, hat sein Team komplettiert.

Stephan Leithner, Leiter der Sparte des deutschen Investment-Banking und Wolfgang Matis, Chef des Anleihegeschäfts in Deutschland, sind nach Informationen des "Handelsblatts" (Freitagausgabe) zu Fitschens Stellvertretern bestimmt worden. Die Bank wollte nach Angaben der Zeitung die Personalie nicht kommentieren.

Die Schaffung des Management Committee Deutschland war eine der beiden strategischen Neuerungen, die der Vorstand der Bank Ende September in Nizza beschlossen hatte. Die Straffung des Investment-Bankings war die zweite Entscheidung.

Mit diesen Massnahmen versucht Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann die für 2005 anvisierte Eigenkapitalrendite von 25 Prozent nach Steuern zu erreichen. Derzeit liegt sie bei 20 Prozent.

Matis fing 1977 bei der Bank seine Karriere an und ist eines der wenigen Eigengewächse im Investment-Banking des Konzerns. Erst kürzlich wurde er als Nachfolger von Mehmet Dalman, dem früheren Investment-Banking-Vorstand der Commerzbank , gehandelt.

Stephan Leithner ist seit 1999 bei der Bank. Zuvor war er Partner bei McKinsey. Leithner und Matis gehören außerdem zum engeren Führungskreis des weltweiten Investment-Banking, dessen Struktur am späten Mittwochabend in einer internen E-Mail bekannt gegeben wurde. An der Spitze des Bereichs stehen Michael Cohrs und Anshu Jain.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.