Deutsche Bank Neue Schlagkraft für's M&A-Geschäft

Weltweit auf einem zehnten Platz, in den USA sogar nur auf einem zwölften Platz: Die Deutsche Bank gehört im M&A-Geschäft nicht zu den Favoriten der Kunden. Nun reagiert der deutsche Branchenprimus offenbar und will sich in den USA neu aufstellen.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank  will nach Informationen aus Branchenkreisen ihre Präsenz auf dem amerikanischen Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) verstärken. Dazu werde derzeit die bestehende Mannschaft neu geordnet, um ihre Schlagfertigkeit zu verbessern.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ist der vor einem Jahr von der Investmentbank Morgan Stanley abgeworbene Banker Jim Stynes mit der Neuaufstellung beauftragt worden.

Der Schritt sei Teil der Bemühungen von Deutschlands größter Bank, ihren Anteil auf dem weltgrößten Markt für Fusionen und Übernahmen zu stärken, hieß es am Mittwoch in den Kreisen. Im Laufe dieses Jahres verzeichnete das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen einen fulminanten Anstieg um bisher 54 Prozent auf ein Volumen von 1462 Milliarden Dollar.

Experten gehen davon aus, dass auch im kommenden Jahr das M&A-Geschäft gut laufen wird. Aus diesem Grunde will sich die Deutsche Bank besser aufstellen. In den USA belegt das Bankhaus in den ersten neun Monaten dieses Jahres nur Platz 12, deutlich hinter den lokalen Investmentbanken wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und Merrill Lynch. Im weltweiten Geschäft liegt das Institut auf Platz zehn.