Sonntag, 21. April 2019

Paul Gauselmann Einer gewinnt immer

2. Teil: Der endgültige Durchbruch

Der endgültige Durchbruch

Der endgültige Durchbruch gelang ihm jedoch erst im Jahre 1977, als er den ersten eigenen Automaten "Merkur B" entwickelte. Nur sieben Jahre später konnte sein Unternehmen 50 Prozent des Marktanteils auf sich vereinen. Heute ist die grinsende Merkur-Sonne Deutschlands bekanntestes Glücksspiel-Symbol.

Da lacht das Spielerherz: Die Merkur-Sonne grinst mit den glücklichen Gewinnern um die Wette
Ob Taifun oder Rainbow, Brilliant oder Rondo, die Münzautomaten der Merkur-Spielotheken lassen die Spielerherzen schneller schlagen. Mit Gimmicks wie den "sechs Bonuspfeilen" des Brilliant oder der "Risiokoleiter des Rondo zu den 100 Money Jumbos" trifft der findige Erfinder den Geschmack seiner Kunden.

Heute ist die Gauselmann-Gruppe Europas erster und weltweit einer der führenden Hersteller, Anbieter und Betreiber von Spielautomaten. Nach eigenen Angaben machte das Unternehmen 2003 einen Umsatz von 669 Millionen Euro und beschäftigt 5500 Beschäftigte, davon 20 Prozent im Ausland. Seit 1994 hat sich die Belegschaft fast verdoppelt.

Doch Zahlen sind nicht alles. Paul Gauselmanns dickste Trümpfe sind seine Buben. Seinem Metier angemessen, hat er vier davon. Der Zweitälteste, Michael, ist zusammen mit seinem Vater gleichberechtigter Vorstandssprecher.

[M] DDP; DPA; mm.de
Von Siegern und Verlierern

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Michael, der nach Ende seines Studiums 1982 in den väterlichen Betrieb einstieg, trieb seit Mitte der 90er Jahre konsequent die Globalisierung der Gauselmann-Gruppe voran. Die von ihm gegründete Firma Atronic beliefert heute 82 Länder und erwirtschaftet fast die Hälfte des Gruppenumsatzes.

Nach eigenen Angaben ist es dem Unternehmen als einzigem europäischem Anbieter gelungen, seine Geräte im Spielerparadies Las Vegas zu betreiben. Insgesamt hält das Unternehmen 147 Herstellerlizenzen für die USA.

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