John Mack Das Messer soll wieder schneiden

Der legendäre Investmentbanker John Mack heuert bei Kohlberg Kravis Roberts an. Nach seinem Ausscheiden bei Morgan Stanley und Credit Suisse ist die gefürchtete Private-Equity-Gesellschaft nun seine dritte Station in vier Jahren.

Hamburg - John Mack, ehemaliger Co-CEO der Credit Suisse , wird Vorstand einer Immobilien Investmentgesellschaft der US-Investorengruppe Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR).

Mack war erst Juli dieses Jahres unerwartet aus dem Vorstand der Credit Suisse ausgeschieden, da sein Vertrag nach drei Jahren nicht verlängert wurde.

Nachdem der Sohn libanesischer Immigranten die Credit Suisse First Boston saniert hatte, wollte er die Bank an die Weltspitze zurückführen. Zu diesem Zweck sondierte er gegen den Willen des Chairman mögliche Fusionen, etwa mit der Deutschen Bank . Oswald Grübel, der mit ihm zusammen an der Doppelspitze stand, wurde nach Macks Ausscheiden alleiniger CEO der Schweizer Großbank.

Als Kostenkiller gefürchtet

Damit musste der höchstbezahlte Manager Europas schon zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren seinen Posten in einem großen Haus an der Wall Street räumen. Auch Morgan Stanley  beendete 2001 den Vertrag mit dem Manager, der sich den Spitznamen "das Messer" für seine brutalen Cost-Cutting-Methoden eingehandelt hatte. Damals entließ er massenweise Investmentbanker und zwang die Topverdiener zu einschneidenden Lohnverzichten. Auch bei Credit Suisse First Boston feuerte er gut 3000 Mitarbeiter.

Die Investmentgesellschaft KKR, 1976 gegründet, ist auf Leveraged-Buyouts, das heißt fremdkapitalfinanzierte Unternehmensübernahmen spezialisiert. Seit ihrer Gründung kam es zu 110 Übernahmen, die KKR mit einem Volumen von mehr als 118 Milliarden Dollar beziffert.

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