Samstag, 25. Mai 2019

Familie Behr Hier prima Klima, dort dicke Luft

4. Teil: Den schönen Künsten zugeneigt

"Sie sind unerhört bescheiden"

Ob die Familie Behr noch einen Schritt weitergeht und das Unternehmen vielleicht doch einmal verkauft, bleibt abzuwarten. Sicher ist hingegen, dass die meisten Eigentümer auffallend viel mit Kunst am Hut haben. Manfred Behr hat sich beispielsweise noch im hohen Alter von Andy Warhol porträtieren lassen. Das Bild hängt heute in einem der Besprechungszimmer des Konzerns.

[M] DDP; DPA; mm.de
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Die meisten Mitglieder der Sippe sammeln Bilder der unterschiedlichsten Stilrichtungen. Einige der Exponate werden in öffentlichen Ausstellungen gezeigt. Keinesfalls wird dem Publikum dann allerdings der Gefallen getan, den Sammler auch öffentlich zu kennzeichnen. "Aus privater Hand" steht schlicht unter dem Kunstwerk.

Lilo Behr, die vor einem Jahr 86-jährig verstorbene Schwester von Manfred Behr, ging noch einen Schritt weiter. Sie sammelte nicht nur, sondern engagierte sich zudem im Freundeskreis der Staatsgalerie, eben jenem bedeutenden Museum Baden-Württembergs. Ein anderes Familienmitglied zeigt sich einer berühmten Stuttgarter Tanzstiftung zugeneigt.

Stärker noch als die Vorliebe für schöne Künste verbindet die Eigentümer aber vor allem die Scheu, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Direktor der Staatsgalerie Stuttgart kleidet das in die einfachen Worte: "In guter schwäbischer Art sind sie unerhört bescheiden."

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