EM 2004 Rudi Völler tritt zurück

Am Ende hat es für die DFB-Elf nicht gereicht. Schon wie bei der Pleite bei der Euro 2000 verabschiedet sich die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde. Teamchef Rudi Völler wirft nun das Handtuch.

Lissabon - Rudi Völler ist als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetreten. Eine entsprechende Information der "Bild"-Zeitung hat Völler am Donnerstag im portugiesischen Almancil bestätigt.

Die Entscheidung fiel nach Angaben des Blattes in der Nacht nach der 1:2-Niederlage gegen Tschechien, die das vorzeitige Aus des dreifachen Europameisters bei den Titelkämpfen in Portugal bedeutet hatte.

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder hatte nach der Niederlage gegen Tschechien eine klare Analyse des Scheiterns gefordert. Er kündigte an, von den Trainern Völler und Michael Skibbe ein Konzept einzufordern, das für die WM 2006 im eigenen Land Erfolg versprechend ist.

Der 44-jährige Völler hatte die Nationalmannschaft vor vier Jahren nach dem EM-Debakel des von Erich Ribbeck betreuten Teams bei der EURO in Belgien und den Niederlanden übernommen. In seiner Amtszeit feierte das Team 29 Siege, spielte elf Mal Unentschieden und kassierte 13 Niederlagen. Seinen größten Erfolg feierte Völler vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea mit dem zweiten Platz.

Unmittelbar nach der Niederlage gegen die Tschechen hatte Völler erklärt, seinen Vertrag mit dem DFB bis 2006 erfüllen zu wollen. Zugleich betonte er aber, er klebe nicht an seinem Stuhl.

Als Nachfolger Völlers wird der ehemalige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld gehandelt. Auch Otto Rehhagel, derzeit erfolgreicher Trainer der griechischen Nationalmannschaft, und Christoph Daum, Trainer von Fenerbahce Istanbul, sind im Gespräch.

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