Fraspa Verfahren gegen Vorstände

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat ein Abberufungsverfahren gegen den Interimschef der Fraspa, Andreas Goßmann, und seinen Vorstandskollegen Roland Hemmerich eingeleitet. Die Sparkasse bestreitet, führungslos zu sein.

Frankfurt - Wie die Frankfurter Sparkasse (Fraspa) am Montag mitteilte, wurden Goßmann und Hemmerich bis auf Weiteres von ihren Aufgaben freigestellt. Damit soll den beiden Vorstandsmitgliedern Gelegenheit gegeben werden, ihre Anhörung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingehend vorzubereiten.

Eine endgültige Entscheidung sei damit nicht verbunden. Diese erfolge nach Abschluss der Prüfungen durch den Verwaltungsrat. Die Geschäfte der Frankfurter Sparkasse werden bis auf Weiteres von den verbleibenden Vorstandsmitgliedern Wolfgang Teppe und Karl-Heinz Schmidt geführt, wie es weiter hieß.

Wie ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires betonte, ist die Fraspa auch nach der Freistellung der zwei Vorstände weiterhin "voll funktionsfähig". Er gehe davon aus, dass mit einer endgültigen Entscheidung bezüglich der Vorstände innerhalb der nächsten beiden Wochen zu rechnen sei. Der Sprecher stellte weiter klar, dass sich das Verwaltungsverfahren der BaFin auf das Geschäftsjahr 2003 beziehe. Der Jahresabschluss habe allerdings von den Wirtschaftsprüfern ein uneingeschränktes Testat erhalten, was auch von der BaFin bestätigt worden sei.

Auch sei bestätigt worden, dass die Sparkasse 2004 wieder auf gutem Kurs sei. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass der stellvertretende Vorstandssprecher Goßmann mit dem Verfahren seine Hoffnungen begraben kann, das Institut demnächst zu führen.

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