Freenet Ex-Regulierer soll in den Aufsichtsrat

Der ehemaliger Präsident der Regulierungsbehörde, Klaus-Dieter Scheurle, soll in den Freenet-Aufsichtsrat einziehen. Kritiker sehen einen Interessenkonflikt. Denn auch bei Web.de ist Scheurle bereits im Kontrollgremim vertreten.

Hamburg - Freenet  bezeichnet die geplante Wahl von Klaus-Dieter Scheurle in den Aufsichtsrat des Unternehmens als problemlos.

Man halte ihn für hervorragend geeignet, da er sich in der Telekommunikations-Branche als ehemaliger Präsident der Regulierungsbehörde gut auskenne und hohen Sachverstand habe. Es gebe keinen Interessenskonflikt, nur weil Scheurle zugleich Aufsichtsrat bei der Web.de  sei, sagte eine Sprecherin. Schließlich seien die Gemeinsamkeiten mit web.de eher gering. Außerdem kooperiere freenet.de im operativen Geschäft mit dem Karlsruher Unternehmen.

Auf der Freenet-Hauptversammlung soll der Managing Director von Credit Suisse First Boston mit Wirkung zum 1. Juli 2004 in das Kontrollgremium gewählt werden. Damit folgt er Gerhard Picot, der sein Amt zum 30. Juni 2004 niedergelegt hat.

Nach Veröffentlichung der Einladung zur Hauptversammlung hatte es kritische Stimmen gegeben, die auf das "Doppelmandat" von Scheurle hinwiesen und die Frage stellten, ob dies mit den Vorschriften des Aktiengesetzes vereinbar sei. Scheurle, freenet und web.de teilen diese Bedenken nicht.

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