IWF Alles deutet auf Rato hin

Der scheidende spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato wird wohl Chef des Internationalen Währungsfonds. Sein härtester Konkurrent, der Franzose Jean Lemierre, ist aus dem Rennen: Er wird die Osteuropabank leiten.

London - Der Weg für den scheidenden spanischen Wirtschaftsminister Rodrigo Rato zum Chefposten des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist offensichtlich frei. Der als französischer Gegenkandidat gehandelte Jean Lemierre wurde als Chef der Osteuropabank (EBWE) bestätigt, teilte die Organisation am Montag in London mit.

Zur Nachfolge des Deutschen Horst Köhler an der IWF-Spitze hatten die EU-Finanzminister vor zwei Wochen die Auswahl auf Rato und Lemierre beschränkt. Die IWF-Spitze war durch Köhlers Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten frei geworden.

Die EU-Finanzminister wollten sich ursprünglich am Rande der Osteuropabank-Tagung am Montag über einen Kandidaten verständigen. Da aber Bundesfinanzminister Hans Eichel und sein französischer Kollege Nicolas Sarkozy dem Treffen fernblieben, dürfte eine Entscheidung noch aufgeschoben werden. Der neue IWF-Chef soll am kommenden Wochenende bei der Frühjahrstagung der Organisation in Washington ernannt werden.

Der IWF wurde bisher stets von einem Europäer geführt, während die Leitung der Weltbank einem US-Amerikaner vorbehalten ist.

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