Hans Reischl Aufseher bei KarstadtQuelle

Hans Reischl lenkte über 27 Jahre den drittgrößten Lebensmittelhändler Deutschlands. Mit Erreichen der Altersgrenze räumt er bei der Rewe das Feld. Nun zieht es ihn als Kontrolleur zu KarstadtQuelle.
Von Petra Schlitt

Köln - Hans Reischl, der Ende dieses Jahres den Posten des Vorstandsvorsitzenden bei der Rewe abgibt, bleibt der Handelsbranche eng verbunden. Der langjährige Rewe-Chef soll auf Wunsch der Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz in den Aufsichtsrat der KarstadtQuelle AG  eintreten.

Das meldet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am kommenden Freitag (26. März) erscheint. Dem Rewe-Aufsichtsrat wird Reischl hingegen nicht angehören.

Zwischen den beiden Handelshäusern wird in Kürze der Abschluss eines größeren Geschäfts erwartet. So will der größte europäische Warenhaus- und Versandhandelskonzern mit Hilfe der Rewe-Gruppe sein Lebensmittelgeschäft wieder profitabel machen.

Dazu sollen die Lebensmittelabteilungen, die KarstadtQuelle in 72 seiner 187 Warenhäuser betreibt, in eine eigene Gesellschaft überführt werden. An dieser Gesellschaft sollen Rewe und KarstadtQuelle jeweils 50 Prozent halten.

Die Kooperation mit Rewe ist nur ein Mittel, um das stationäre Geschäft wieder aus den roten Zahlen zu bringen. In seinen Warenhäusern und Fachgeschäften hatte KarstadtQuelle in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen Verlust von 270 Millionen Euro erwirtschaftet. Auf das Gesamtjahr und den Gesamtkonzern bezogen lag der Nettogewinn bei 108 Millionen Euro - nach 162 Millionen Euro im Vorjahr.

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