Martha Stewart Der Sturz der Lifestyle-Queen

Nachdem sie wegen dubioser Aktiengeschäfte schuldig gesprochen wurde, legt Martha Stewart nun alle Posten nieder. Ohne die Haushalts-Ikone ist der Konzern verloren, fürchten Analysten. Stewart drohen 20 Jahre Haft.

New York - Stewart war von einem New Yorker Gericht unter anderem der Justizbehinderung für schuldig befunden worden. Sie wird nun den Posten im Aufsichtsrat der Martha Stewart Living Omnimedia (MSO) aufgeben.

Ferner trat sie vom Amt als leitender Creative Director zurück, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. MSO-Aktien gaben im New Yorker Handel zeitweise vier Prozent ab.

Die MSO ist stark auf die Firmengründerin und Moderatorin von Haus- und Garten-Fernsehshows ausgerichtet. Die Firma gibt mehrere Magazine heraus und verkauft auch über den Discounter Kmart und im Internet Martha-Stewart-Produkte, angefangen von Bettwäsche bis hin zu Möbeln.

Die 62-jährige Firmengründerin war vor zehn Tagen in einem Prozess um den Verkauf von Aktien der Pharmafirma ImClone im Dezember 2001 wegen Verschwörung, Falschaussage und Justizbehinderung verurteilt worden. Ihr droht nun Haft von maximal 20 Jahren. Das Strafmaß soll am 17. Juni verkündet werden.

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