DaimlerChrysler Dauerbrenner Jürgen Schrempp

Die Gerüchte kursieren schon lange. Jetzt soll nach Medienberichten auch ein Termin feststehen: Die Vertragsverlängerung von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp bis 2007 ist ausgemachte Sache. Auch für Mercedes-Chef Hubbert soll ein Nachfolger feststehen.

Frankfurt am Main/Stuttgart - Die erwartete Vertragsverlängerung für Vorstandschef Jürgen Schrempp kann nach Angaben des DaimlerChrysler-Sprechers nach der Hauptversammlung am 7. April in Berlin über die Bühne gehen.

Damit widersprach er einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", wonach der Aufsichtsrat bereits am Mittwoch kommender Woche, einen Tag vor der Bilanzpressekonferenz, einen entsprechenden Beschluss fassen wolle.

Das Blatt hatte berichtet, dass auch Aufsichtsratschef Hilmar Kopper sich auf Schrempp festgelegt habe. Kopper hatte sich schon im Herbst für Schrempps Verbleib im Amt ausgesprochen. Auch die Arbeitnehmerseite will Schrempp über das Jahr 2005 hinaus als Vorstandschef behalten.

"Wir wollen Kontinuität an der Konzernspitze"

"Wir wollen Kontinuität an der Konzernspitze", sagte Erich Klemm, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates und Chef des Gesamtbetriebsrates von DaimlerChrysler . "Die Arbeitnehmervertreter sind dafür, dass Jürgen Schrempp vom Aufsichtsrat für eine weitere Amtszeit gewählt wird. Die Grundrichtung stimmt. Was er begonnen hat, ist noch nicht zu Ende."

Schrempps Vertrag läuft noch bis April 2005 und darf dem Gesetz nach erst ein Jahr vorher verlängert werden. In Unternehmenskreisen wird damit gerechnet, dass der 59-Jährige bis 2007 Vorstandschef bleiben wird.

Mit der Entscheidung für Schrempp steht auch der Berufung eines Nachfolgers für Mercedes-Chef Jürgen Hubbert nichts mehr im Weg, der seinen bis 2005 laufenden Vertrag nicht verlängern will. In Medienberichten war der Chief Operating Officer von Chrysler, Wolfgang Bernhard, als Favorit genannt worden.

Auch für Finanzvorstand Manfred Gentz, der schon Ende 2004 abtritt, könnte der Aufsichtsrat - womöglich schon am Mittwoch - einen Nachfolger bestimmen. Im vergangenen Jahr hatte das Gremium den Chef von DaimlerChrysler Services, Bodo Uebber, als designierten Nachfolger in den Vorstand berufen.

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