Mitsubishi Vollbremsung auf der Überholspur

Zweieinhalb Jahre führte Stefan Jacoby die Geschäfte des japanischen Autobauers in Europa - sehr erfolgreich, wie ihm beschieden wird. Nun räumt der ehemalige Volkswagen-Manager seinen Schreibtisch - überraschend.

Tokio - Der Europa-Chef von Mitsubishi , Stefan Jacoby, verläßt überraschend den japanischen Autobauer. Erst seit Oktober 2001 amtierte er als Chef des operativen Geschäfts in Europa.

Jacoby wird das Verdienst zugeschrieben, innerhalb der kurzen Zeit den Autobauer in Europa in die schwarzen Zahlen geführt zu haben. Noch im Geschäftsjahr 2001/02 war das Europa-Geschäft mit mehr als vier Milliarden Dollar Umsatz und 135 Millionen Dollar Verlust die Hauptbelastung für den japanischen Konzern. Als Grund für die Wende wurden die Erfolge in der Umstrukturierung der Aktivitäten in Europa, insbesondere in der vereinheitlichten Vertriebsorganisation genannt.

Jacoby war zuvor in verschiedenen Positionen im In- und Ausland für Volkswagen  tätig, unter anderem als VW-Vizepräsident der Asien-Pazifik-Region.

Wie Mitsubishi mitteilte, wolle Jacoby "sich neuen Herausforderungen stellen". Noch ist unklar, wer die Nachfolge des 45-Jährigen antritt.