Mittwoch, 29. Januar 2020

Heidi Horten Weiblich, ledig, reich

2. Teil: "Reichsverteiler für Textilien"

Schon zu Lebzeiten war Herr Horten seiner Frau gegenüber nicht geizig gewesen. Er überhäufte sie mit Schmuck, Samt und Seide.

Sommerschlussverkauf bei Horten: im Dutzend billiger
Trotzdem verlief die Ehe offensichtlich alles andere als harmonisch. Nach ihrer zweiten Hochzeit 1994 reagierte Heidi, auf den Namen Horten angesprochen, regelrecht allergisch.

Wer sie "Horten" statt "Charmat" nannte - denn so hieß ihr neuer Ehemann, ein französischer Blumengroßhändler - lief sogar Gefahr, Post von ihrem Anwalt zu bekommen. Doch das Glück war ihr nicht hold, die zweite Ehe zerbrach.

Heute wieder Horten

Heute nennt sich Heidi in der Öffentlichkeit wieder Horten. Mit der Scheidung vom Herrn Charmat ist sie um einen Namen ärmer, aber an weltlichen Gütern ein bisschen reicher geworden. Dieser Umstand ist auch guten Anwälten und guten Finanzberatern geschuldet. Von Einsamkeit geplagt ist Heidi Horten nicht.

Ihre neue Liaison, den britischen Exbanker Jonathan Bevan (63), der sein Vermögen als Finanzberater des legendären Medientycoons Robert Maxwell machte, lernte sie dem Vernehmen nach in St. Tropez kennen; der Urlaub im Millionärsclub "Lyford Cay" auf den Bahamas schloss sich an. Dort hatte sie schon ihren verflossenen Gatten, den Herrn Charmat, geheiratet.

Heute pendelt Heidi Horten zwischen den Welten. Am Wörthersee genießt sie die gesellschaftlichen Events mit ihren Nachbarn, den Flicks, den Porsches und den Piëchs. Auf den Bahamas hat sie einen Wohnsitz und in Wien ein Luxuspenthouse.

Am liebsten aber schippert Heidi Horten mit ihrer knapp 100 Meter langen Yacht "Carinthia VII" über die Weltmeere. Das Schiff gehört zu den zehn größten Privatyachten der Welt und ist Nachgfolgerin der "Carinthia VI", die ebenso wie die "Carinthia VII" 1973 bei der Lürssen-Werft in Bremen gebaut wurde.

Bei dem Entwurf der Mega-Yacht soll Heidi Horten angeblich selbt Hand angelegt haben. Planung und Gestaltung stammen aus ihrer Feder, so Insider. Das Ergebnis, vom Londoner Designer Tim Heywood umgesetzt, ist imposant. Die Motoryacht ist, wiewohl viergeschossig, schlank und elegant. Sie hat einen klassischen atlantikblauen Rumpf und schneeweiße Aufbauten - genau wie ihre kleine Schwester, die weiland Helmut Horten in Auftrag gegeben hatte. Geschichte wiederholt sich.

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