Business-Netzwerk Geniale Frauen

Was nützen gute Ideen, wenn "frau" nicht darüber spricht. "femmes geniales" will das ändern. Das jetzt auch in Norddeutschland aktive "Business-Netzwerk" bietet allen Frauen den Austausch über berufliche Interessen, sagt Initiatorin Westphal. Locker soll es zugehen: zum Beispiel auf der Hamburger "Kick off"-Party am 22. Januar.

Hamburg/München - Der heiß ersehnte Aufschwung, so dachte sich Susanne Westphal (33), wird von Menschen gemacht. Von kreativen, unternehmerischen Männern und Frauen, die Chancen sehen und ergreifen, statt nur herumzujammern. Von Frauen wie ihr selbst.

Susanne Westphal hat in jungen Jahren zwei Kinder bekommen und nebenher ein eigenes Unternehmen aufgebaut. Mitte der 90er Jahre, als das Schlagwort New Economy sich gerade langsam in den Köpfen zu formen begann, ging sie mit ihrem Verbraucherportal "Preiswärter" online. Sieben Jahre lang führte sie die Firma, nach dem Verkauf arbeitete sie als Kommunikationschefin eines Telekom-Unternehmens und ist heute selbständige Beraterin.

Wieviel kreatives Potenzial könnte entstehen, dachte sich die Münchnerin, wie viele gute Ideen könnten den Weg ins Leben finden, wenn mehr Frauen mit ähnlicher Lust an Wirtschaft und Unternehmertum miteinander in Kontakt kämen.

Gedacht, getan: Westphal ist die Initiatorin eines neuen Business-Netzwerks mit dem programmatischen Titel "femmes geniales", das im Herbst vergangenen Jahres in Bayern an den Start ging und sich nun bundesweit etablieren will.

Anders als die meisten anderen Netzwerke verstehen die "genialen Frauen" ihren Club als möglichst offene Plattform - jede Frau kann mitmachen, wenn sie sich mit anderen über berufliche Interessen austauschen will. Angestellte Managerinnen, Selbständige aller Branchen, auch Frauen in der Familienphase und jeder Altersgruppe sind herzlich willkommen.

Auch die Atmosphäre, so hoffen die Frauen, soll anders sein als in anderen einschlägigen Zirkeln. "Ausdauernd mit den eigenen Erfolgen zu prahlen, um bloß jedes Treffen mit fünf Visitenkarten verlassen zu können", sei nicht das Ziel, sagt Christine Buschkiel (43), die neben ihrer Arbeit als Marketingspezialistin das Netz in Hamburg mit aufbaut. Locker soll es zugehen, eine Gelegenheit zu netten Gespächen und ausgelassenem Feiern will der Club bieten - geschäftliche Kontakte, meint Buschkiel, ergäben sich dann ganz von selbst.

Deshalb wird auch niemand gezwungen, dem Verein beizutreten oder gar regelmäßig an den Treffen teilzunehmen. Auf dem laufenden bleiben die Interessentinnen über die Internetseite.

Als "Kick off" luden die Organisatorinnen im Oktober in München zu einem rauschenden Fest. 400 Frauen kamen. Nun soll der Norden erobert werden, die Eröffnungsparty in Hamburg findet am 22. Januar statt. Später sind unter anderem monatliche Treffen geplant. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.femmes-geniales.de . Dort kann man sich auch zur Hamburger Party anmelden.

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