Gehälter Dax 30 hat goldenen Boden

DaimlerChrysler ist der Mercedes unter den Gehaltszahlern. Der Autobauer berappte 2002 im Mittel 3,7 Millionen Euro pro Vorstand. Das ist fast dreimal so viel, wie durchschnittliche Dax-30-Lenker bekommen haben. Und das, obwohl zum Teil auch bei sinkenden Ergebnissen die Gehälter stiegen.

Berlin - Die Topmanager der 30 Dax-Unternehmen haben im vergangenen Jahr im Schnitt 1,25 Millionen Euro verdient. Das waren rund 100.000 Euro mehr als 2001, wie aus einer am Montag in Berlin veröffentlichten Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hervorgeht.

Das höchste Gehalt mit durchschnittlich 3,7 Millionen Euro pro Vorstand zahlte demnach der Autokonzern DaimlerChrysler  - ein Plus von 130 Prozent. Auf dem zweiten Platz lag die Deutsche Bank , deren Spitzenkräfte 2,05 Millionen Euro erhielten (minus 30 Prozent). Auch der Chemieriese BASF  erhöhte die Vorstandsgehälter um mehr als 40 Prozent auf durchschnittlich knapp 1,5 Millionen Euro. Schlusslicht war der Chiphersteller Infineon , dessen Vorstände im Schnitt rund 280.000 Euro verdienten (plus 37 Prozent).

Die Vorstandsvorsitzenden verdienten der Studie zufolge im Vergleich zu einfachen Vorstandsmitgliedern im Schnitt das 1,75-fache. Doch auch hier sei das Bild uneinheitlich. Während die Chefs von Schering  und MAN 1,35 beziehungsweise 1,4 Mal so viel erhielten wie einfache Vorstandsmitglieder, habe Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann das 2,1-fache Salär erhalten.

Aktie fällt, Gehalt steigt

Insgesamt wiesen 7 der 30 im deutschen Aktienindex Dax  notierten Unternehmen bei sinkenden Ergebnissen je Aktie (EPS) steigende Gehälter aus. Vier Unternehmen zahlten trotz guter Ergebnisse weniger Geld an ihre Vorstände.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland nach Angaben der Schutzvereinigung bei den Vorstandsbezügen im Mittelfeld. Auch in Frankreich und den Niederlanden etwa lägen die Durchschnittsgehälter der Spitzenkräfte bei rund 1 Million Euro.

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