Eon Energetischer Aufstieg

Behände nimmt Johannes Teyssen die Sprossen seiner Karriereleiter. Vor vier Jahren war er noch Chef eines Helmstedter Provinzversorgers, inzwischen hat er es in den Vorstand des Energieriesen Eon geschafft. Karl Starzacher soll in den Eon-Aufsichtsrat aufrücken.

Düsseldorf - Der Chef der Eon Energie AG, Johannes Teyssen (44), rückt zum Jahreswechsel in den Vorstand des Mutterkonzerns auf. Das teilte der größte Stromversorger Deutschlands am Freitag in Düsseldorf mit.

Teyssen werde im Vorstand von Eon  für die Koordination der Handels-, Verteilungs- und Vertriebsaktivitäten von Strom und Gas verantwortlich sein. Seine Aufgabe als Eon-Energie-Chef wird er neben dem neuen Posten weiterführen.

Teyssen kam 1989 zu einer der Vorläufergesellschaften von Eon, der PreussenElektra AG in Hannover. Dort besetzte er verschiedene Führungspositionen, unter anderem im Rechtsbereich des Unternehmens. 1998 wurde er Mitglied des Vorstandes der Hastra AG, ein Jahr später Vorstandsvorsitzender der Avacon in Helmstedt - beides sind regionale Versorgungsunternehmen. Teyssen ist seit März 2001 Mitglied und seit Mai 2003 Vorsitzender des Vorstands der Münchner Eon Energie.

Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" wird es bei Eon auch Veränderungen im Aufsichtsrat geben. Der ehemalige RAG-Chef Karl Starzacher soll in das Kontrollgremium der Eon-Energie AG berufen werden. Dort soll Starzacher den Engländer Edmund Wallis ablösen.

Starzacher hatte als Chef der RAG (ehemals Ruhrkohle AG) den Weg freigemacht für die Übernahme der Ruhrgas AG durch Eon , indem er die Ruhrgas-Anteile der RAG an Eon abgab und im Gegenzug ein Aktienpaket der Eon-Beteiligung Degussa  übernahm. Im Frühjahr 2003 verließ Starzacher die RAG, den Chefposten dort übernahm der frühere Bundeswirtschaftsminister Werner Müller.