Don King Knockout vor Gericht

Wenn Terry Norris den Ring betrat, klingelte bei Don King die Kasse. Und das so laut, dass Norris' Anwalt hellhörig wurde. Nun ging King vor Gericht k.o. 7,5 Millionen Dollar muss er seinem früheren Schützling nachzahlen. Und kann sich auf weitere Prozesse gefasst machen.

New York - Box-Promoter Don King wird Ex-Weltmeister Terry Norris 7,5 Millionen Dollar zahlen. Darauf hat sich der 72-jährige Amerikaner mit der markanten Haarfrisur am Mittwoch vor Gericht in New York mit Norris geeinigt.

King habe Norris Geld gestohlen, was dieser jetzt gerechterweise zurückbekomme, erklärte Norris-Anwalt Judd Burstein. Norris hatte King und seinen früheren Manager Joe Sayatovich vor sieben Jahren verklagt, weil sie ihm für seine Kämpfe ab 1994 geringere Börsen bezahlt haben, als er hätte bekommen müssen.

"Ich denke, das ist das Ende von Don King. Vielen wird jetzt klar werden, dass sie dafür bestraft werden können, wenn sie unlautere Dinge getan haben", sagte Burstein in Anspielung auf die Klage von Mike Tyson gegen King, die ebenfalls vor einem Gericht in New York entschieden wird. Der Ex-Weltmeister im Schwergewicht behauptet, King habe ihm mehr als 100 Millionen Dollar für seine Kämpfe vorenthalten.

Der 36-jährige Norris, der von seinen 56 Profikämpfen 47 gewann, war in den neunziger Jahren mehrfach Weltmeister nach Version des WBC und der IBF im Superweltergewicht. Vor fünf Jahren hat er seine Karriere wegen Gehirnschäden beendet. Von seinen mehreren Millionen Dollar, die er durch Preisgelder eingenommen hat, ist ihm nichts geblieben.

Unterdessen hat Cruisergewichts-Weltmeister James Toney seinen Titel niedergelegt, weil er nur noch im Schwergewicht kämpfen will. Der Amerikaner hatte am 4. Oktober in Las Vegas Ex-Weltmeister Evander Holyfield in einem Nicht-Titelkampf durch technischen K.o. besiegt. Für den 35-jährigen Toney, ehemals auch Weltmeister im Mittel- und Supermittelgewicht, war es im 73. Profikampf der 67. Sieg.

Sein nächstes Duell wird er am 7. Februar in Las Vegas gegen Jameel McCline bestreiten. Der Amerikaner hatte vor einem Jahr den WM-Kampf um den WBO-Gürtel gegen Titelverteidiger Wladimir Klitschko aus dem Hamburger Universum Boxstall durch technischen K.o. verloren.