ABB Dormann kündigt Rücktritt an

Lange Zeit machte es den Eindruck, als wolle Jürgen Dormann die operative Führung des Mischkonzerns erst nach vollzogener Sanierung abgeben. Jetzt nannte er erstmals einen festen Termin für seinen Abgang.

Frankfurt/Main - ABB-Chef Jürgen Dormann will Ende 2004 den Vorstandsvorsitz des Konzerns abgeben und sich nur noch auf den Verwaltungsratsvorsitz konzentrieren.

Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" begründete der ehemalige Chef der Hoechst AG seine Pläne mit dem Erfolg der Sanierungsarbeit bei dem schweizerisch-schwedischen Technologiekonzern.

"2004 ist ABB in besserer Verfassung. Die beiden Funktionen CEO und Verwaltungsratschef gehören dann getrennt. Ich werde bis Ende 2004 CEO der ABB sein", zitiert ihn die Zeitung. Mit CEO (Chief Executive Officer) wird in Anlehnung an den Sprachgebrauch in den USA der Vorstandsvorsitzende bezeichnet.

Ausführlich ging Dormann in dem Interview auch auf die geplante Kapitalerhöhung bei ABB  ein. "Es geht uns nicht um Liquiditätssicherung. Die hätte ich für die nächsten 18 Monate hingekriegt, ohne an den Kapitalmarkt zu gehen. Aber mit der Kapitalerhöhung können wir uns aus der Umklammerung durch die Banken befreien", sagte Dormann der Meldung zufolge.