Sonntag, 25. August 2019

Michel Friedman TV-Comeback

Die deutsche Medienszene will auf den umstrittenen Moderator nicht verzichten: Michel Friedman kehrt heim in vertraute Gefilde. Als Talkgast und Kommentator wird er demnächst wieder häufiger zu sehen sein.

Frankfurt - Knapp vier Monate nach dem Kokainskandal kehrt Michel Friedman zurück ins Fernsehen.

Wieder da: Michel Friedman
Als Gast in der ARD-Talkshow "Sabine Christiansen" diskutiert er an diesem Sonntag mit anderen Teilnehmern über das Thema "Parteien ohne Wähler, Politik in der Krise?". Einen Tag später ist er im "Grünen Salon" bei n-tv zu Gast, wenn es um die Frage geht: "Wie tolerant ist Deutschland?"

Außerdem wird Friedman künftig Kolumnen für das Hamburger Magazin "Max" schreiben - die erste erscheint am 6. November mit dem Titel "Friedman hat das letzte Wort".

Der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden hatte im Juli eine Geldstrafe wegen Kokainbesitzes akzeptiert, seine Ämter niedergelegt und die Moderation seiner Talkshows in der ARD und dem Hessischen Fernsehen aufgegeben.

"Profilierter und scharfsinniger Querkopf"

Anfang Oktober hatte Friedman bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Drogenaffäre auf der Frankfurter Buchmesse angekündigt, künftig als Herausgeber für politische Bücher beim Berliner Aufbau-Verlag zu fungieren. Friedman, der in Frankfurt als Rechtsanwalt niedergelassen ist, gehört außerdem dem Aufsichtsrat der Berliner Werbefirma Wall an.

Zu Friedmans Kolumnistentätigkeit bei "Max" sagte Chefredakteur Christian Krug am Freitag: "Es ist uns eine Ehre und ein Vergnügen, künftig den wohl profiliertesten und scharfsinnigsten Querkopf Deutschlands im Blatt zu haben."

Der Hessische Rundfunk hatte eine Entscheidung über eine neue Sendung mit Friedman unter anderem mit dem Hinweis vertagt, dass in Berlin noch der Prozess gegen drei mutmaßliche ukrainische Menschenhändler aussteht. Im Zuge der Ermittlungen gegen die Bande war Friedman ins Visier der Fahnder geraten.

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