DaimlerChrysler Schrempp bleibt bis 2007

Den Aktionären hat er in den vergangenen Jahren wenig Freude bereitet. Nun soll der Vertrag des DaimlerChrysler-Vorstandschefs Jürgen Schrempp verlängert werden. Schrempp weiß: Es gibt viel zu tun.

Hamburg - Der Vertrag soll um zwei Jahre verlängert werden, berichtet das Nachrichtenmagazin "DER SPIEGEL" in seiner neuen Ausgabe. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hilmar Kopper wolle dem Kontrollgremium vorschlagen, dass Schrempps bis 2005 laufender Vertrag bei DaimlerChrysler  bis 2007 ausgeweitet werde, schreibt das Hamburger Nachrichtenmagazin.

Schrempp hat in der Vergangenheit mehrfach erkennen lassen, dass er den deutsch-amerikanischen Autobauer gerne über 2005 hinaus leiten würde. So sagte er bereits im Juni 2002: "Wenn mein Vertrag 2005 ausläuft, bin ich 60 Jahre alt. Ich fühle mich außerordentlich fit, und im Augenblick macht mir meine Aufgabe ganz besondere Freude." Ähnlich äußerte er sich vor gut zwei Wochen in einem Interview des "Wall Street Journal".

Uebber soll auf Gentz folgen

Schrempp solle auch die Möglichkeit bekommen, eine zentrale Position im Vorstand mit einem Vertrauten besetzen zu können, berichtet der "SPIEGEL" weiter. Nachfolger von Finanzvorstand Manfred Gentz, dessen Vertrag Ende 2004 ausläuft, solle der Leiter von DaimlerChrysler-Services, Bodo Uebber, werden, mit dem Schrempp schon zu Zeiten als DASA-Chef eng zusammengearbeitet habe.

Zudem sei der Vize-Chef von Chrysler, Wolfgang Bernhard, als Nachfolger von Mercedes-Benz-Chef Jürgen Hubbert vorgesehen. Der Aufsichtsrat werde diese Personalien nach der Hauptversammlung im April 2004 verabschieden. Auch Kopper wolle seine Funktion länger ausüben und den Vorsitz des Kontrollgremiums über das geplante Ende 2004 hinaus noch einmal verlängern lassen.

Mit seinen Zahlen zum dritten Quartal hatte der Autobauer Mitte Oktober die Erwartungen enttäuscht. Das Gewinnziel von fün Milliarden Euro in diesem Jahr wackelt, da sich die Sanierung des Dauerpatienten Chrysler weiter hinzieht. Der Kurs der Daimler-Aktie, die nach Ankündigung der Fusion mit Chrysler im Jahr 1999 kurzzeitig die Marke von 90 Euro überschritten hatte, dümpelt derzeit um die Marke von 30 Euro.

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