ProSiebenSat.1 Happy End für Rohner

Lange war nicht klar, ob Senderchef Urs Rohner zu den Überlebenden der Übernahme durch den Milliardär Haim Saban zählen würde. Die Spannung lässt nach: Gerade wurde sein Vertrag vorzeitig verlängert.

München - Der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden der ProSiebenSat.1 Media AG, Urs Rohner, ist vorzeitig um zwei Jahre bis Ende 2006 verlängert worden.

Rohner genieße das "uneingeschränkte Vertrauen" bei der weiteren Konsolidierung des Unternehmens, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Haim Saban, am Dienstag. Unter der Führung des Schweizers habe sich die ProSiebenSat.1-Gruppe in den vergangenen zwei Jahren trotz der Insolvenz der KirchGruppe und des schwierigen Marktumfelds erfolgreich im Wettbewerb behauptet und weiterhin schwarze Zahlen geschrieben, erklärte Saban weiter.

Der 43-jährige Rohner wurde Anfang 2000 zum Vorsitzenden des Vorstands der früheren ProSieben Media AG bestellt. Im selben Jahr führte er die Fusion mit Sat.1 zur ProSiebenSat.1 Media AG durch und wurde im Oktober 2000 zum Vorstandsvorsitzenden des neuen Unternehmens ernannt. Rohner war als Anwalt tätig, bevor er in die Medien wechselte.

Seine Position schien lange Zeit unter der neuen Führung Haim Sabans ungewiss. Im Juni wurde ein schwerwiegender Interessenkonflikt der beiden offensichtlich. Saban hatte ein Interesse daran, die Senderfamilie als malades Unternehmen erscheinen zu lassen, damit ihn ein Squeeze-Out, der Anteilsaufkauf von Kleinaktionären, nicht allzu teuer käme. Rohner musste zwar eingestehen, dass es seinem Sender nicht blendend geht, trotzdem blieb er auf der damaligen Hauptversammlung dabei: "Die ProSiebenSat1-Gruppe war und ist kein Sanierungsfall."

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.