Heideldruck Von der Mutter behütet

Der Großaktionär RWE tauscht beim Druckmaschinenhersteller den Aufsichtratschef aus. Der gegenwärtige Finanzvorstand Klaus Sturany löst den Ex-Chef Dietmar Kuhnt ab. Am Rande des Aktionärstreffens wurden bittere Wahrheiten verkündet.

Heidelberg - Mit dem Finanzvorstand des Essener Energieversorgers RWE , Klaus Sturany, wurde bei Heidelberger Druck maschinen , dem weltgrößten Unternehmen seiner Branche, im Anschluss an das Aktionärstreffen ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender gewählt.

Der 56-Jährige löst den früheren RWE-Vorstandschef Dietmar Kuhnt (66) ab. Erst im Juni war eine Neuordnung von RWE angekündigt worden. Sturany soll den Posten als Finanzchef des Energieversorgers aber behalten.

Im vergangenen Jahr war Heideldruck erstmals in seinem 150-jährigen Bestehen in rote Zahlen gerutscht. Der Umsatz war von fünf auf 4,1 Milliarden Euro zurückgegangen.

Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem weiteren Umsatzrückgang um bis zu zehn Prozent. Es müsse weiter mit einer negativen Entwicklung der Märkte für Druckmaschinen gerechnet werden.

"Wir zielen darauf ab, unser Gesamtergebnis im nächsten Geschäftsjahr deutlich zu verbessern", betonte Vorstandschef Bernhard Schreier. Ziel für 2003/04 sei ein ausgeglichenes Betriebsergebnis.

Der Hauptanteilseigner von Heideldruck ist die RWE. Weitere Großaktionäre sind die Allianz  (12 Prozent), die Commerzbank  (10 Prozent) sowie die Münchener Rück  (6 Prozent).

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