Enron Fünf Jahre Haft wegen Verschwörung

Im Enron-Prozess wurde die erste Freiheitsstrafe verhängt. Der ehemalige Buchhalter Ben Glisan bekannte sich schuldig und muss ins Gefängnis. Außerdem wurde er zur Zahlung von 938.000 Dollar verurteilt.

Houston/Washington - Knapp zwei Jahre nach dem skandalträchtigen Zusammenbruch des US-Energiekonzerns Enron  ist der erste Angestellte zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Ben Glisan bekannte sich im Anklagepunkt Verschwörung für schuldig und wurde am Mittwoch von einem Gericht in Houston (Texas) zu fünf Jahren Haft verurteilt. Zudem muss er eine Strafe von 938.000 Dollar zahlen.

Der Buchhalter hatte zusammen mit Enron-Finanzchef Andrew Fastow dubiose Anlagen getätigt, bei denen er und mehrere andere Enron-Manager Millionen-Gewinne machten. Fastow, der als Architekt der Finanztransaktionen gilt, ist auch angeklagt. Der Prozess gegen ihn soll im nächsten Jahr sein. Fastow streitet jede Schuld ab.

Enron ging unter, nachdem im Herbst 2001 erste Unregelmäßigkeiten in den Büchern ans Licht kamen. Das Unternehmen beantragte im Dezember 2001 Gläubigerschutz.

Es war der Auftakt zu einer beispiellosen Reihe von Skandalen, die mehrere große US-Unternehmen in den Ruin trieben, zehntausende Pensionäre um ihre Altersvorsorge brachten und das Vertrauen der Anleger nachhaltig erschütterte.

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