WestLB/TUI Ringel bleibt, Sengera geht

Dass er an seinen Posten klebt, kann man Jürgen Sengera wahrlich nicht vorwerfen: der Ex-WestLB-Chef tritt als Aufsichtratsmitglied bei TUI zurück. Der neue WestLB-Chef dagegen bleibt länger als bisher angenommen.

Hannover - Beim Touristikkonzern Tui  ist der frühere WestLB-Chef Jürgen Sengera als Mitglied des Aufsichtsrats zurückgetreten.

Sengera habe sein Mandat niedergelegt, sagte ein TUI-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht der "Wirtschaftswoche". Nachfolger sei mit Wirkung zum 8. September diesen Jahres der neue WestLB -Vorstandsvorsitzende Johannes Ringel. Aufsichtsratschef bleibe Ex-WestLB-Chef Friedel Neuber.

Die "WirtschaftsWoche" hatte zuvor aus ihrer Online-Ausgabe berichtet, Sengera sei als TUI-Aufsichtsratsmitglied zurückgetreten. In den kommenden Tagen erfolge die formale Bestellung durch das Amtsgericht Hannover, heiße es bei der WestLB in Düsseldorf. Die WestLB hält 31 Prozent an TUI.

Aus Regierungskreisen des Landes Nordrhein-Westfalen, das mit 43 Prozent indirekt größter Aktionär der WestLB ist, heißt es ergänzend, Ringel werde "nicht mehr als Übergangschef der WestLB angesehen". Die Suche nach einem Nachfolger sei "eingestellt" worden, schreibt das Magazin.

Ringel hatte im Juli den Vorstandsvorsitz der Bank übernommen, als Sengera wegen des verlustreichen Engagements bei dem britischen TV-Verleiher Boxclever den Posten abgeben musste.

Über einen Rücktritt von Sengera aus dem TUI-Aufsichtsgremium war bereits länger spekuliert worden. Sengera ist erst seit wenigen Wochen Mitglied des TUI-Aufsichtsrats, er wurde bei der letzten Hauptversammlung im Juni gewählt.

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