ManU Ein Russe lässt Englands Fußball bluten

Am Anfang waren es ein paar teure Stars, die läppische 158 Millionen Euro kosteten. Jetzt kauft der russische Milliardär Roman Abramowitsch seinem Verein, den FC Chelsea, einen neuen Chef. Manchester United verliert seinen Macher Peter Kenyon nach sechs Jahren an den "FC Chelski".

London - Mit einem spektakulären Transfer heizt der russische Öl-Milliardär und Besitzer des FC Chelsea, Roman Abramowitsch, den Machtkampf im englischen Fußball weiter an.

Sechs Jahre lang war Peter Kenyon Manager bei Manchester United. Jetzt hat er dank Abramowitsch einen neuen Arbeitgeber: den FC Chelsea.

Der Club hatte schon in den vergangenen Wochen mit mehreren Einkäufen auf sich aufmerksam gemacht. 158 Millionen Euro hat der Verein in diesem Sommer für neue Spieler ausgegeben - darunter für den Franzosen Claude Makelele und die beiden Argentinier Hernan Crespo und Juan-Sebastian Veron.

Die Verpflichtung des 49-jährigen Kenyon als Vorstandsvorsitzenden hebt den Streit um die Vorherrschaft in der Premier League nun auch auf die Ebene des Managements.

Dazu trugen unter anderem auch die Millionen schweren Sponsorverträge mit dem Sportartikelhersteller Nike sowie dem Mobiltelefonunternehmen Vodafone bei. Zudem trieb Kenyon die Vermarktung des Vereins auf dem lukrativen südostasiatischen Markt weiter vorwärts und schloss ein Merchandising-Abkommen mit den New York Yankees ab.

Kenyons Nachfolger bei ManU wird sein bisheriger Stellvertreter und geschäftsführender Direktor David Gill. Der Kurs der Aktie  des reichsten Clubs der Welt fiel gestern in der Spitze um 7,5 Pence (rund 6 Prozent) auf 170,5 Pence.

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