Donnerstag, 19. September 2019

Ahold Foodservices Die Mannschaft nach dem Skandal

Der niederländische Einzelhandelsriese Ahold schaudert noch immer ob des eigenen Bilanzierungsskandals bei der US-Tochter Foodservices. Ein Neuanfang mit steht kurz bevor. Noch diese Woche soll der künftige Geschäftsführer bestimmt werden.

Amsterdam - Der Aufsichtsrat des niederländischen Einzelhandelskonzerns Ahold Börsen-Chart zeigen wird einem Pressebericht zufolge noch in dieser Woche über die Führung seiner skandalgeschüttelten Tochter US Foodservice beraten.

Das Gremium werde voraussichtlich am Mittwoch zusammentreten und über den neuen Geschäftsführer beraten, berichtete die "Financial Times". Es gebe bereits eine Liste externer Kandidaten.

US-Foodservice ist der Dreh- und Angelpunkt eines Bilanzskandals, in den der Mutterkonzern verstrickt ist. Ahold hatte Ende Februar dieses Jahres "erhebliche Bilanzunregelmäßigkeiten" gemeldet. Nicht zuletzt wegen der Betrügereien bei US Foodservice wuchs die Summe der Bilanztricks, mit denen der Vorsteuergewinn künstlich erhöht worden war, auf 880 Millionen Dollar an. Der Chef der amerikanischen Lebensmitteltochter, Jim Miller, war daraufhin im Mai zurückgetreten.

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