Schwarzenegger Warren Buffett in Arnies Kompetenzteam

George Bush hat sich entschieden, Arnold Schwarzenegger nicht zu unterstützen. Dafür hat der republikanische Terminator sich die Kompetenz eines illustren Demokraten gesichert. Die milliardenschwere Anlegerlegende Warren Buffett soll den Hollywoodstar aus der Steiermark in Wirtschaftsfragen beraten.

San Francisco - Wie ein Sprecher Arnold Schwarzeneggers bekannt gab, soll Warren Buffett, nach Bill Gates der zweitreichste Mann der Welt, mit Wirtschaftsexperten und Führungskräften einen Schlachtplan zur Bewältigung der Finanzkrise in Kalifornien aufstellen. Beim Kampf um den Gouverneursposten in Kalifornien solle Buffett ihm als Chef-Wirtschaftsberater zur Seite stehen, erklärte der Action-Darsteller.

In der Mitteilung Schwarzeneggers hieß es: "Er ist in der Finanzwelt ein wirklicher Gigant und er wird mir eine große Hilfe sein, wenn wir für die Stärkung der kalifornischen Wirtschaft arbeiten." Der aus Österreich stammende Schwarzenegger gehört den Republikanern an.

Buffett erklärte: "Ich kenne Arnold seit Jahren und weiß, dass er ein großartiger Gouverneur sein wird." Bei der Wahl am 7. Oktober müssen die Wähler zunächst entscheiden, ob sie den amtierenden Gouverneur, den Demokraten Gray Davis, aus dem Amt wählen wollen. Neuer Gouverneur wird dann der Bewerber mit den meisten Stimmen.

Bei ersten Umfragen lag Schwarzenegger deutlich vorn. Mit ihm gehen noch 134 weitere Kandidaten ins Rennen um den höchsten Posten im Bundesstaat. Diese Zahl nannten die Behörden nach Abschluss der Prüfung der eingereichten Unterlagen. Damit wurden über 100 Bewerber nicht zugelassen.

Nach US-Medienberichten handelt es sich um die längste Kandidatenliste bei Gouverneurswahlen in der Geschichte des Westküstenstaates. Wahlexperten rechnen mit einer komplizierten Auszählung der Stimmen, die sich über Tage hinziehen könnte.

Neben dem "Terminator" schafften auch schillernde Größen wie "Hustler"-Herausgeber Larry Flint, der frühere TV-Kinderstar Gary Coleman und eine Pornodarstellerin den Sprung auf die Liste.

US-Präsident George W. Bush wollte seinen Parteifreund Schwarzenegger nicht direkt unterstützen. Bush sagte auf seiner Ranch in Crawford: "Er würde ein guter Gouverneur sein, wie es auch andere wären, die Gouverneur von Kalifornien werden wollen." Heute und morgen wird der Präsident in Kalifornien erwartet, um dort für seine eigene Wiederwahl im kommenden Jahr Spendengelder einzuwerben.

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